Institut für

Waldökosysteme

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Daniela Hohenstern
Institut für Waldökosysteme

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Wälder nachhaltig nutzen und schützen

Wälder sollen naturnah sein – und produktiv. Ihre Bewirtschaftung soll nutzbringend sein – und umweltgerecht. Und Wälder sollen gerüstet sein für den Klimawandel. In diesem Spannungsfeld suchen unsere Wissenschaftler nach Lösungen für die Wälder und ihre Bewirtschaftung.

Wir erheben selbst umfangreiche Daten zur ökologischen Situation von Wäldern. Zudem haben wir Zugriff auf weitere nationale und internationale Datenpools. Wer also etwas zum Zustand des Waldes wissen möchte, wendet sich an uns. Bundeswaldinventur (BWI), Bodenzustandserhebung (BZE), Waldmonitoring und Treibhausgasberichterstattung liefern die Daten. Diese stellen wir aber nicht nur für die Wälder in Deutschland zusammen – beim Waldmonitoring tun wir das für Europa. In unserem Datenzentrum Wald führen wir unsere Daten mit jenen aus anderen Quellen zusammen – zum Beispiel mit Klimadaten – und machen sie für Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit verfügbar.

Charakteristisch ist, dass wir zwar Spezialgebiete beforschen – Wildtierökologie, Hydrologie, Bodenkunde, Ertragskunde, Ökophysiologie, Vegetationsökologie –, dies aber mit dem vorrangigen Ziel, die Daten systemisch zu vernetzen. Wir sehen uns als „Querschnittsinstitut“ sowohl im Dienste der übergreifenden Waldökologie als auch im wissenschaftlichen Verbund mit anderen Thünen-Fachinstituten und externen nationalen und internationalen Partnern.

Wichtige Forschungsfragen:

  • Welche Artenvielfalt enthalten Wälder in Deutschland, und welchen Einfluss hat die Waldbewirtschaftung darauf? Wie wirken sich Wälder und Energieholzbestände auf die Artenvielfalt von genutzten Landschaften aus?
  • Wie lässt sich erreichen, dass Waldböden ihre Fruchtbarkeit behalten und möglichst viel Kohlenstoff speichern? Und wie kann die Waldbewirtschaftung so gestaltet werden, dass eine optimale Kohlenstoffspeicherung in Wäldern und genutztem Holz erzielt wird?
  • Der Wald beeinflusst die Menge und Qualität des Grundwassers, schützt vor Bodenerosion und führt zu gleichbleibendem Wasserabfluss. Wie lassen sich diese Funktionen optimieren, etwa durch Ersatz von Nadel- durch Laubhölzer oder die Mischung beider? Welches Waldmanagement ist für welche Funktion sinnvoll?
  • Wie können wir Rehen, Wildschweinen und Co. geeignete Lebensräume bieten, damit Wildtierbestände den Wäldern nicht schaden?

Mit unseren Antworten auf diese Fragen beraten wir die Politik, wie sie die Vielfalt der Wälder und ihrer Leistungen für Menschen bewahren und weiterentwickeln kann.

Arbeitsbereiche

 (©  Christina Waitkus)
Waldressourcen und Klimaschutz
Mit der Bundeswaldinventur und darauf aufbauenden Modellen untersuchen wir regelmäßig, wie sich die Wälder im nationalen Maßstab entwickeln. Auf Grundlage dieser und vieler weiterer Daten berichten wir über den Beitrag der Wälder zum Klimaschutz, für die Produktion nachwachsender Rohstoffe und zur biologischen Vielfalt.
Bodenprofil und Auflage (©  Erik Grüneberg)
Bodenschutz und Waldzustand
Das Standortspotenzial der Wälder nachhaltig nutzen, Funktionen erhalten und Risiken rechtzeitig erkennen. Wir untersuchen, in welchem Zustand sich der Wald - insbesondere der Waldboden - befindet, welche Einflussfaktoren wirken und wie er sich unter veränderten Umweltbedingungen entwickeln wird.
 (©  Thünen-Institut)
Waldökologie und Biodiversität
Auf Versuchsflächen messen wir Stoff- und Energieflüsse. Wir beobachten das Wachstum und die Vitalität von Bäumen und Beständen. Daraus gewinnen wir Erkenntnisse zur Anpassungsfähigkeit und Resilienz und liefern Erkenntnisse zur Wirkung der Umwelt auf die Biodiversität mit Konsequenzen für den Waldnaturschutz.
Alttier besendert (©  Frank Tottewitz)
Wildtierökologie
Wie können Wald und Wild in Einklang miteinander gebracht werden? Wir suchen nach optimierten Lösungen für ein Wildtiermanagement, die den Ansprüchen an Waldschutz, Artenschutz und Tierseuchenprophylaxe gerecht werden.

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