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Volkszählung bei pelagischen Fischen in Nordsee und Nordatlantik

Projekt

Bestandszählunf und kommerzielle Bestandsnutzung (c) Thünen-Institut/SF
(© Thünen-Institut/SF)

Wir erheben Populationsparameter für kommerziell wichtige pelagische Fischbestände in Nordsee und Nordatlantik und speisen sie zusammen mit Daten aus der kommerziellen Fischerei in Vorhersagemodelle ein. Aus diesen Modellrechnungen leiten wir die biologisch vertretbaren Fangmengen für ein nachhaltiges Fischereimanagement ab.

Hintergrund und Zielsetzung

Die Populationsparameter der pelagischen Fischbestände Hering, Makrele, Stöcker, Blauer Wittling und Sprotte in Nordsee und Nordatlantik werden jährlich in internationaler arbeitsteiliger Zusammenarbeit u.a. aus den Fängen der Forschungsschiffe erhoben. Die Informationen werden zusammen mit den in der kommerziellen Fischerei erhobenen Daten in den Arbeitsgruppen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) in Vorhersagemodelle eingespeist. Aus diesen Berechnungen leiten sich die biologisch vertretbaren Fangmengen für ein nachhaltiges Fischereimanagement ab. Die Erkenntnisse über die Bestandsentwicklung dienen direkt der Politikberatung im Rahmen der europäischen Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP). Die GFP ist der internationalen Nachhaltigkeitspolitik verpflichtet; im Rahmen unterschiedlicher Abkommen (NEAFC, NAFO, bilaterale Abkommen EU-Norwegen, Grönland usw.) in Nordsee und Nordatlantik verantwortet sie die Bewirtschaftung der lebenden Meeresressourcen als globale Gemeinschaftsgüter und knappe, nachwachsende Ressourcen. Indem sie Aspekte der Nachhaltigkeit bei den wissenschaftlichen Nutzungsempfehlungen berücksichtigt, legt sie den Grund für eine optimale Leistungsfähigkeit der Ökosysteme. In Alters- und Bestandsstruktur ausgewogene Fischpopulationen sind das Ziel. Werden Populationsparameter der genutzten Fischbestände laufend ermittelt, sind Management und Fischerei imstande, Produktionsmuster für ein nachhaltiges Wirtschaften zu entwickeln. So sichern sie die Versorgung der Bevölkerung mit Fischprodukten heute und in Zukunft.

Vorläufige Ergebnisse

Die vier (nach Anlandemenge) wichtigsten Fischarten für die deutsche Fischerei sind pelagische Arten. Besonders bedeutsam für diese Fischereien in der Nordsee und im Nordatlantik sind die Bestände des Nordsee-Herings, der nordost-atlantischen Makrele, des westlichen Stöckers und des atlantischen blauen Wittlings. Vor allem große Vollfrost-Fangschiffe fangen in diesen Schwärmen. Für die ersten beiden Bestände wurde in der letzten Dekade ein internationales Management-Regime implementiert. Beide Bestände befinden sich zurzeit in hervorragendem Zustand, und die Fischerei ist nachhaltig. Das Thünen-Institut für Seefischerei ist an den beiden wesentlichen Forschungsreisen und einer Reihe anderer Programme zur Erhebung fischereiunabhängiger Bestandsparameter beteiligt.

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Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Zeitraum

1.2001 - 12.2020

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

Publikationen

Anzahl der Datensätze: 6

  1. Gröger JP, Hinrichsen HH, Polte P (2014) Broad-scale climate influences on spring-spawning herring (Clupea harengus, L.) recruitment in the Western Baltic Sea. PLoS One 9(2):e87525, DOI:10.1371/journal.pone.0087525
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 6504 KB
  2. Kraus G, Hinrichsen HH, Voss R, Teschner E, Tomkiewicz J, Köster F-W (2012) Robustness of egg production methods as a fishery independent alternative to assess the Eastern Baltic cod stock (Gadus morhua callarias L.). Fisheries Res 117-118:75-85
  3. Gröger JP, Missong M, Rountree RA (2011) Analyses of interventions and structural breaks in marine and fisheries time series: Detection of shifts using iterative methods. Ecol Indic 11(5):1084-1092, DOI:10.1016/j.ecolind.2010.12.008
  4. Abaunza P, Murta AG, Campbell N, Cimmaruta R, Comesana AS, Dahle G, Gallo E, Garcia Santamaria MT, Gordo LS, Iversen SA, MacKenzie K, Magoulas A, Mattiocci S, Molloy J, Nascetti G, Pinto AL, Quinta R, Ramos P, Stransky C, Zimmermann C, et al (2008) Considerations on sampling strategies for an holistic approach to stock identification : the example of the HOMSIR project. Fisheries Res 89(2):104-113, DOI:10.1016/j.fishres.2007.09.020
  5. Stransky C, Murta AG, Schlickeisen J, Zimmermann C (2008) Otolith shape analysis as a tool for stock separation of horse mackerel (Trachurus trachurus) in the Northeast Atlantic and Mediterranean. Fisheries Res 89(2):159-166, DOI:10.1016/j.fishres.2007.09.017
  6. Abaunza P, Murta AG, Campbell N, Cimmaruta R, Comesana AS, Dahle G, Garcia Santamaria MT, Gordo LS, Iversen SA, MacKenzie K, Magoulas A, Mattiocci S, Molloy J, Nascetti G, Pinto AL, Quinta R, Ramos P, Sanjuan A, Stransky C, Zimmermann C, et al (2008) Stock identity of horse mackerel (Trachurus trachurus) in the Northeast Atlantic and Mediterranean Sea : integrating the results from different stock identification approaches. Fisheries Res 89(2):196-209, DOI:10.1016/j.fishres.2007.09.022