Arbeitsbereichsleiter

Dr. Mirko Liesebach

Sieker Landstraße 2

22927 Großhansdorf

Telefon +49 4102 696 156

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Buchensaatgut

Projekt

 (c)

Forstliches Management in zugelassenen Erntebeständen der Buche (Fagus sylvatica L.) zur Erzeugung von genetisch hochwertigem und anpassungsfähigem Vermehrungsgut

Forstliches Management in zugelassenen Erntebeständen der Buche (Fagus sylvatica L.)zur Erzeugung von genetisch hochwertigem und anpassungsfähigem Vermehrungsgut

Hintergrund und Zielsetzung

In der Phase der Waldverjüngung muss die Anpassung an den Klimawandel besonders beachtet werden, indem Ausgangsmaterial mit hohem Leistungspotential, aber auch mit ausreichender genetischer Variation verwendet wird. Die waldbauliche Behandlung von zugelassenen Erntebeständen orientiert sich gegenwärtig kaum am Ertrag an hochwertigem Saatgut, sondern der Holzertrag steht im Vordergrund. Die Zielstärkennutzung, bei der die am schnellsten gewachsenen Bäume entnommen werden, belässt die übrigen, oft weniger leistungsfähigen Bäume, die weiterhin Saatgut produzieren. Dem kann eine selektive Durchforstung gegenübergestellt werden, die eine Saatgutproduktion nur mit den besten Bäumen anstrebt.
In einem Projekt des Thünen-Instituts für Forstgenetik werden die genetischen Konsequenzen einer selektiven Durchforstung mit starker Reduktion der Populationsgröße und –dichte in einem Buchenerntebestand und Vergleich mit einer Referenzfläche mit herkömmlicher Bewirtschaftung untersucht. Zur Beobachtung der phänotypischen Eigenschaften ist eine Nachkommenschaftsprüfung vorgesehen.
Ein geeigneter Erntebestand wird von der fsb Oerrel zu Verfügung gestellt und während des Projekts betreut. Die NW-FVA (Abt. Waldwachstum) wird eine ertragskundliche Bewertung der Varianten erstellen.
Das Projekt zielt auf eine Bewertung der genetischen Konsequenzen der Reduktion der Populationsgröße und soll Empfehlungen für das Management von Erntebeständen zur Erzeugung von genetisch hochwertigem Vermehrungsgut zulassen.

Vorgehensweise

Arbeitspaket (AP) 1 beinhaltet alle praktischen Arbeiten im Saatgutbestand, AP 2 umfasst die genetischen Analysen der Eltern- und Nachkommen sowie die populationsgenetische Auswertung und Modellierung der Bestäubungsverhältnisse, AP 3 die Nachkommenschaftsprüfung und Erfassung phänotypischer Merkmale, AP 4 bezieht sich auf eine ökonomische Bewertung der Bewirtschaftungsformen und AP 5 auf die zusammenfassenden Auswertungen und Schlussfolgerungen mit Beteiligung aller Partner.

Daten und Methoden

Zur Untersuchung der Fragestellung werden u. a. 27 einzelbaumweise geerntete Nachkommenschaften verglichen. Diese stammen von neun selektierten Erntebäumen des durchforsteten Bestandes, neun selektierten Erntebäumen des herkömmlich bewirtschafteten Referenzbestandes und neun Bäumen geringer Qualität des Referenzbestandes.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Geldgeber

  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

10.2014 - 12.2017

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektfördernummer: 28W-B-4-042-01
Förderprogramm: Waldklimafonds (Programmbestandteil des Sondervermögens Energie- und Klimafonds)
Projektstatus: abgeschlossen

Publikationen zum Projekt

Anzahl der Datensätze: 2

  1. Eusemann P, Liesebach M, Liesebach H (2017) Mit Drohnen Ernteaussichten in Saatgutbeständen erkunden. AFZ Wald 72(10):28-30
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 739 KB
  2. Eusemann P, Preuss A, Liesebach M, Liesebach H (2017) Optimierte Saatgutqualität durch einzelbaumweise Beerntung - eine Untersuchung an Buche (Fagus sylvatica L.). Forstarchiv 88(1):17-23, DOI:10.4432/0300-4112-88-17