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Daniela Hohenstern
Institut für Waldökosysteme

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Treibhausgasinventar für Wälder

Projekt

 (c)

Wälder können durch die langfristige Festlegung von Kohlenstoff im Holz der Waldbestände und im Waldboden Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernen und dadurch zum Klimaschutz beitragen.Ein Verlust von Kohlenstoff in Waldbeständen und Böden kann dagegen den Klimawandel verstärken. Daher ist eine umfassende Erfassung der Treibhausgasbilanz unserer Wälder wichtig.

Hintergrund und Zielsetzung

Deutschland hat sich durch die Unterzeichnung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) und des Kyoto-Protokolls verpflichtet, jährlich u.a. über die Folgen von Landnutzung, Landnutzungsänderung und Waldbewirtschaftung (LULUCF) auf die Treibhausgas-Bilanz zu berichten.

Vorgehensweise

Die Festlegung bzw. der Verlust von Kohlenstoff in den Wäldern wird hauptsächlich in fünf Bereichen ('pools') erfasst. Im Bestand sind dies die oberirdische Biomasse, die unterirdische Biomasse und Totholz. Im Boden findet eine Erfassung getrennt nach Streu- bzw. Humusauflage und Mineralboden statt. Wesentliche Informationsquellen hierfür sind die Bundeswaldinventur (Bestandesdaten, BWI) und die Bodenzustandserhebung (Bodendaten, BZE) im Wald. Die Bestandesdaten zur Änderung des Holzvorrats werden mithilfe von sog. 'Biomasse-Expansionsfaktoren' zu Änderungsraten des Kohlenstoffvorrats ('CO2-Äquivalente') umgerechnet. Diese Berechnungen werden durch die Verwendung neuester Forschungsergebnisse und weiterer Datenquellen kontinuierlich aktualisiert. Die Bodendaten zur Änderung des Kohlenstoffvorrats werden über Modelle zur räumlichen Übertragung aus den Daten der BZE abgeleitet. Es erfolgt auch eine Berechnung zur Freisetzung andere Treibhausgase wie CH4 oder N20 z.B. aus Waldbränden und Änderungen im Wasserhaushalt von Waldmooren.

Vorläufige Ergebnisse

In den letzten 20 Jahren hat sich der Kohlenstoffvorrat in deutschen Wäldern erhöht. Mit einer jährlichen Festlegungsrate von 52 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten sind die Wälder eine erhebliche Senke für Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Im Jahre 2012 speicherten die Wälder 993 Mio. Tonnen C in der oberirdischen Biomasse, 156 Mio. Tonnen C in der unteririschen Wurzelmasse und 20 Mio. Tonnen C im Totholz. In der Humusauflage und dem Mineralboden sind nochmal zusammen 850 Mio. Tonnen C festgelegt. Die aktuelle Gesamtspeicherung von über 2 Mrd. Tonnen C übertrifft die Festlegung im Jahre 1990 um rund 300 Mio. Tonnen.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Zeitraum

Daueraufgabe 1.2001

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

Publikationen zum Projekt

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  1. Stümer W, Oehmichen K, Dunger K, Steuk J (2013) Chapter 11: Supplementary information required under Article 7, Paragraph 1 of the Kyoto Protocol. Clim Change 2013/9:662-687
  2. Freibauer A, Dunger K, Gensior A, Riedel T, Laggner A, Stümer W (2013) Chapter 19.5: Other detailed methodological descriptions for the source/sink category "Land-use change and forestry" (5). Clim Change 2013/9:787-809
  3. Freibauer A, Dunger K, Gensior A, Riedel T, Laggner A, Laggner A, Stümer W (2013) Chapter 7.1: Land use, land use change and forestry: Overview (CRF Sector 5). Clim Change 2013/9:471-497
  4. Dunger K, Stümer W, Oehmichen K, Riedel T, Ziche D, Grüneberg E, Wellbrock N (2013) Chapter 7.2: Land use, land use change and forestry: Forest land (5.A). Clim Change 2013/9:498-547
  5. Osterburg B, Rüter S, Freibauer A, Witte T de, Elsasser P, Kätsch S, Leischner B, Paulsen HM, Rock J, Röder N, Sanders J, Schweinle J, Steuk J, Stichnothe H, Stümer W, Welling J, Wolff A (2013) Handlungsoptionen für den Klimaschutz in der deutschen Agrar- und Forstwirtschaft. Braunschweig: Johann Heinrich von Thünen-Institut, 158 p, Thünen Rep 11, DOI:10.3220/REP_11_2013
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