Die wissenschaftliche Mannschaft ist komplett – jetzt kann die Arbeit beginnen: Am Thünen-Institut für Fischereiökologie ist der Startschuss für ein neues Projekt zur Wiederherstellung der Europäischen Auster (Ostrea edulis) gefallen. Unter der Leitung von Dr. Bérenger Colsoul verstärken Dr. Jennifer Nascimento-Schulze, M.Sc. Nicolas Araujo Pineiro und Dr. Laura Ballesteros Redondo seit kurzem das interdisziplinäre Team. Weitere technische Fachkräfte werden derzeit noch gesucht.
Ziel des Projekts ist es, innovative und nachhaltige Verfahren zur Produktion von hochwertiger Austernsaat zu entwickeln. Diese bildet die Grundlage für die Rückkehr der Europäischen Auster in die deutsche Nordsee – und damit für die Wiederherstellung ihrer artenreichen Riffsysteme, die einst weite Meeresgebiete prägten.
Am Thünen-Institut liegt der Fokus auf der kontrollierten Nachzucht: von der Konditionierung der Elterntiere über die Kultivierung von Mikroalgen bis zur Larvenaufzucht, Ansiedlung auf natürlichen Substraten und einer Vorwuchsphase in der Nursery. Begleitende Forschung optimiert die Prozesse im Hinblick auf Effizienz, Tiergesundheit und Umweltverträglichkeit.
In enger Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut und weiteren Partnern soll so die Grundlage für eine großflächige Wiederansiedlung geschaffen werden – ein wichtiger Schritt für den Schutz der Biodiversität und die Stärkung der Nordsee-Ökosysteme.







