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Die Messung von Tagesgängen der Kohlenstoffdioxid-Flüsse mit manuellen Hauben startet vor Sonnenaufgang (Großes Moor bei Gifhorn, 04:45 Uhr).
Die Messung von Tagesgängen der Kohlenstoffdioxid-Flüsse mit manuellen Hauben startet vor Sonnenaufgang (Großes Moor bei Gifhorn, 04:45 Uhr).
Institut für

AK Agrarklimaschutz

Emissionsinventare

Wissenschaftliche Buchhaltung für den Klimaschutz und die Luftreinhaltung

Als Vertragsstaat internationaler Abkommen zum Klimaschutz (z.B. Klimarahmenkonvention; Kyoto-Protokoll; Verordnungen der EU) und der Luftreinhaltung (z.B. Genfer Luftreinhalteabkommen) ist es das erklärte Ziel Deutschlands, den Ausstoß an klimaschädlichen Gasen (Treibhausgase) und Luftschadstoffen zu reduzieren. Dies gilt auch für die Bereiche Landwirtschaft, Forstwirtschaft und andere Landnutzung. Die wichtigsten Treibhausgase in diesem Sektor sind Kohlendioxid (CO2), Lachgas (N2O) und Methan (CH4); die bedeutsamsten Luftschadstoffe Ammoniak (NH3), Stickoxide (NOx), flüchtige organische Verbindungen (NMVOC) und Stäube.

Für Klimaschutzabkommen und Reduktionsmaßnahmen muss die Politik die nationale Emissionssituation kennen. Hierfür erarbeiten wir jährlich nationale Emissionsinventare, also wissenschaftliche Bestandsaufnahmen der Emissionssituation. Sie geben Auskunft über Quellen und Senken für Treibhausgase bzw. Luftschadstoffe in der Bereichen Landwirtschaft und andere Landnutzung. Hauptverursacher der Emissionen sowie kritische Regionen werden darin identifiziert und die zugrunde liegenden Prozesse untersucht. Emissionsinventare dokumentieren so die Emissionssituation über die Zeit. Mit ihnen lässt sich nicht nur überprüfen,  wie wirksam Klimaschutz- und Luftreinhalte-Maßnahmen sind, sie ermöglichen auch die Kontrolle eingegangener Reduktionsverpflichtungen. Durch unsere Mitarbeit in internationalen Gremien (z.B. im Weltklimarat) verbessern wir die Richtlinien und Normen zur nationalen und internationalen Emissions-Berichterstattung.

Daten und Fakten

Im Jahr 2019 war die deutsche Landwirtschaft für die Emission von rund 61,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten verantwortlich. Das sind 7,6 % der deutschen Treibhausgasemissionen. Für die Emissionen von Ammoniak war die Landwirtschaft in Deutschland mit 558 Tausend Tonnen die Hauptquelle.

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Daten und Fakten

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Berechnung von gas- und partikelförmigen Emissionen aus der deutschen Landwirtschaft 1990 – 2020

Report zu Methoden und Daten (RMD) Berichterstattung 2022

Cora Vos, Claus Rösemann, Hans-Dieter Haenel, Ulrich Dämmgen, Ulrike Döring, Sebastian Wulf, Brigitte Eurich-Menden, Annette Freibauer, Helmut Döhler, Carsten Schreiner, Bernhard Osterburg, Roland Fuß

 

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Link zu Eingangsdaten und Emissionsergebnissen (OpenAgrar)

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