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Mikroplastik in der Umwelt: Untersuchungen im Weser-Einzugsgebiet

Projekt

Verschiedene Mikroplastik-Partikel unter dem Mikroskop (c) Martin Löder
Verschiedene Mikroplastik-Partikel unter dem Mikroskop (© Martin Löder)

PLAWES Plastikkontamination im Modellsystem Weser – Nationalpark Wattenmeer: ein ökosystemübergreifender Ansatz

Kleinste Plastikpartikel sind heute weltweit in Meeren, Flüssen und Seen zu finden. Über deren Herkunft und Auswirkungen auf Umwelt und Lebewesen – einschließlich des Menschen –, ist jedoch bislang nur wenig bekannt.

Hintergrund und Zielsetzung

Um die Verschmutzung der Meere mit Mikroplastik (darunter fallen Plastikpartikel unter 5 mm Größe) erfolgreich zu verringern, muss zunächst das Wissen über die Belastungsquellen und den Verbleib des Mikroplastiks verbessert werden. Von wo gelangen die Mikroplastikpartikel in die Süßgewässer und weiter in die Meere? Wie viel wird durch die Flüsse und Seen transportiert und wie viel abgelagert? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein fachübergreifendes Konsortium in diesem BMBF-geförderten Verbundprojekt. Als Gesamtziel soll die Mikroplastik-Belastung über die Grenzen von Ökosystemen hinaus erfasst und dessen Toxizität analysiert werden. Durch die Erstellung von Lehrmaterialien wird außerdem die  Öffentlichkeit für das Problem von Plastikmüll sensibilisiert. Das Thünen-Institut für Ländliche Räume ist mit einem Teilprojekt beteiligt, das zum Ziel hat, die Eintragspfade und -mengen aus der Landwirtschaft abzuschätzen.

Vorgehensweise

Als exemplarisches Untersuchungsgebiet dienen das Weser-Einzugsgebiet und der Nationalpark Wattenmeer. Um Transportprozesse besser zu verstehen, werden die Flussläufe des Weser-Einzugsgebietes flächendeckend beprobt. Im unserem Teilprojekt werden im ersten Schritt durch eine Landnutzungsanalyse Flächen identifiziert, die aufgrund ihrer Nutzungsgeschichte und geophysikalischen Eigenschaften als Quellen von Mikroplastik in Frage kommen. Hierfür werden unter anderem statistische Daten und die Informationen von Experten genutzt. Anschließend werden ausgewählte Boden-, Sediment- und Wasserproben im Einzugsgebiet der Weser auf Mikroplastikmengen und -eigenschaften untersucht. Die Analyse wird als Grundlage herangezogen, um Mikroplastikmengen flächendeckend und räumlich differenziert abzuschätzen. Die Ergebnisse werden dann in ein hydrogeologisches Modell eingespeist, das die Eintragspfade in Oberflächengewässer quantifiziert.

Die Projektarbeit im Projekt PLAWES erfolgt in direkter Kooperation mit dem Partnerprojekt MicroCatch_Balt.

Unsere Forschungsfragen

Was sind die relevanten Quellen und Senken für Mikroplastik in der Landwirtschaft?

Wie gelangt Mikroplastik von Ackerböden in die Gewässer, und sind diese Mengen relevant für die Verschmutzung der Meere?

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner

  • UNiversität Bayreuth; Lehrstuhl Tierökologie I
    (Bayreuth, Deutschland)
  • Alfred Wegner Institut - Helmholtz -Zentrum für Polar und Meeresforschung
    (Bremerhaven, Deutschland)
  • Forschungsstelle Küste im Niedersäch- sischen Landesbetrieb für Wasserwirt- schaft, Küsten- und Naturschutz
    (Norderney, Deutschland)
  • Forschungszentrum Jülich
    (Jülich, Deutschland)
  • Goethe Universität Frankfurt
    (Frankfurt, Deutschland)
  • Universität Bayreuth, Atmosphärische Chemie
    (Bayreuth, Deutschland)
  • Universität Bayreuth, Didaktik der Biolo- gie
    (Bayreuth, Deutschland)
  • Universität Oldenburg, Institut für Che- mie und Biologie des Meeres
    (Oldenburg, Deutschland)

Geldgeber

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

9.2017 - 8.2020

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

Publikationen zum Projekt

Anzahl der Datensätze: 0