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Institut für Waldökosysteme

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Programmkoordinierungszentrum (PCC) von ICP Forests

Projekt

 (c) Tanja Sanders

In den 1980er Jahren beobachtete man eine Verschlechterung des Kronenzustandes von Waldbäumen. Da luftgetragenes SO2 als Hauptursache vermutet wurde, rief man das Internationale Kooperationsprogramm zur Erfassung von Luftschadstoffeffekten in Wäldern (ICP Forests) ins Leben.

Hintergrund und Zielsetzung

In den 1980er-Jahren wurde eine zunehmende Verschlechterung des Benadelungs- bzw. Belaubungzustandes bei einer Vielzahl von Waldbaumarten, insbesondere bei der Tanne beobachtet. Da ein Zusammenhang mit den damals gegenüber heute deutlich höheren Schwefeldioxid Belastungen vermutet wurde, wurde ein Beobachtungprogramm zum Kronenzustand der Waldbäume ins Leben gerufen, das später durch Boden- und Blattanalysen ergänzt wurde. Da sehr schnell die internationale Dimension des Problems erkannt wurde, bündelten die betroffenen Staaten zur Dokumentation der räumlichen Ausdehnung bzw. des zeitlichen Verlaufs der Nadel-/Blattverluste die Aktivitäten im Rahmen des sogenannten Level-I-Monitorings unter dem Genfer Luftreinhalteabkommen. Bald wurde die Kronenansprache durch Daten zur Bodenfestphase und zu Nadel-/Blattinhaltsstoffen komplementiert. 1995 wurde dieses Monitoring zur tiefergehenden Bearbeitung von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen durch das intensive (Level-II-)Monitoring ergänzt. In dessen Rahmen werden in zum Teil hoher zeitlicher Auflösung zusätzlich Daten zur Deposition, Bodenlösung, Witterung, Luftqualität, Bodenvegetation, Zuwachs, Phänologie, Blattfall und zu sichtbaren Ozonschäden erfasst.

Vorgehensweise

Die jährlichen Kronenzustandsdaten werden im Level-I-Monitoring in den teilnehmenden Staaten in einem 16-km-x-16-km-Raster (insgesamt cirka 6.000 Flächen) von den Mitgliedsstaaten (in Deutschland von den Bundesländern) erhoben. Der Bodenzustand und die Nadel-Blattspiegelwerte werden auf dem gleichen Raster von den meisten Mitgliedsstaaten alle 10 bis 15 Jahre erfasst. Auf den als Fallstudien aufzufassenden Level-II-Flächen (cirka 600 Flächen in Europa) werden die Daten zu den oben beschriebenen Erfassungsbereichen kontinuierlich oder in mehr oder weniger großen Intervallen erhoben. Alle Parameter werden zwecks Vergleichbarkeit nach einem international abgestimmten Handbuch erhoben und nach bestandenen Datenqualitätsprüfungen in eine am PCC angesiedelten zentralen Datenbank eingespeist. Von dort werden die Daten entsprechend einer ebenfalls international abgestimmten Datenpolitik an interne und externe Nutzer weitergegeben.Weiterhin führt das PCC Standardauswertungen durch und beteiligt sich an komplexeren Studien zusammen mit Wissenschaftlern von Partnerorganisationen in ganz Europa.

Links und Downloads

icp-forests.net

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

Daueraufgabe 10.2013

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

Publikationen zum Projekt

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  1. Michel AK, Seidling W (2016) Introduction. BFW Dokum 23/2016:9-10
  2. Seidling W (2016) The monitoring and research infrastructure of ICP forests. BFW Dokum 23/2016:11-19
  3. Timmermann V, Potocic N, Sanders TG, Trotzer S, Seidling W (2016) Tree crown condition and damage causes. BFW Dokum 23/2016:20-58
  4. Ferretti M, Fischer U, Hansen K, Michel AK, Sanders TG, Seidling W (2015) Criterion 2: Maintenance of forest ecosystem health and vitality, Indicator 2.1 Deposition of air pollutants. In: Forest Europe Liason Unit Mardrid (ed) State of Europe’s forests 2015 report. pp 90-95
  5. Köhl M, San-Miguel-Ayanz J, Torres GD, Durrant T, Ferretti M, Fischer U, Hansen K, Hiederer R, Michel AK, Sanders TG, Seidling W, Moffat AJ, Weiss G (2015) Criterion 2: Maintenance of forest ecosystem health and vitality. In: Forest Europe Liason Unit Mardrid (ed) State of Europe’s forests 2015 report. pp 89-100

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