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Walther Herwig III, 407. Reise

Dauer:   19. Juli bis 17. August 2017

Fahrtgebiet:    Nordsee

Zweck der Reise:    International Bottom Trawl Survey (IBTS) und German Small-scale Bottom Trawl Survey (GSBTS)

Die Reise ist Teil des vom Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) koordinierten „International Bottom Trawl Surveys“ (IBTS), der im 1. und 3. Quartal von Schiffen mehrerer Nordsee-Anrainerstaaten durchgeführt wird und die gesamte Nordsee abdeckt. Der IBTS dient der Untersuchung der Bodenfischbestände. Nordseeweit werden standardisierte Grundschleppnetzfänge mit einem hoch stauenden Scherbrettnetz vom Typ GOV auf adulte und juvenile Fische durchgeführt. Die erhaltenen Daten werden zur Berechnung von Bestandsindices für kommerzielle und nichtkommerzielle Arten verwendet. Der räumliche Schwerpunkt der deutschen Aktivitäten liegt in der Deutschen Bucht.

Weiterhin umfasst das Fahrtprogramm die Beprobung vom sechs Standard-Untersuchungsgebieten („Boxen“ von jeweils 10 x 10 Seemeilen) in der mittleren und nördlichen Nordsee im Rahmen des „German Small-scale Bottom Trawl Survey“ (GSBTS). Der GSBTS beprobt mit demselben Fanggerät wie der IBTS kleinräumig die Gemeinschaften der Bodenfische und nimmt begleitend die herrschenden Umweltbedingungen auf. Parallel werden das Epibenthos (mittels 2m-Baumkurre), die Wirbellosen-Fauna (per van Veen-Greifer) und Sedimente untersucht sowie hydrographische und meereschemische Parameter erfasst. Zusammen mit dem parallel durchgeführten GSBT-Survey der „Solea“ (737. Reise) werden nordseeweit insgesamt 12 Untersuchungsgebiete in regional typischen Habitaten abgedeckt.

Zeitreihenanalysen über mehrere Dekaden der Surveydauer dienen der Quantifizierung langfristiger Veränderungen, vor allem im Zusammenhang mit klimatischem Wandel und anderen menschlichen Einflüssen.

Reisebericht (PDF, englisch)

Wissenschaftliche Fahrtleitung:

Dr. Anne Sell
Telefon
+49 471 94460 365
anne.sell@thuenen.de
Institut für Seefischerei
Institut für Seefischerei
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