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Zahlen & Fakten

Ökolandbau in Zahlen

Von Heike Kuhnert | 09.06.2022


BW Institut für Betriebswirtschaft

Wie viele Biobetriebe gibt es in Deutschland? Welche Bundesländer liegen beim Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen vorn, welche hinten? Und wie steht Deutschland im EU-Vergleich da?

Ende 2021 wirtschafteten in Deutschland 35.716 Betriebe nach den Vorgaben des ökologischen Landbaus, insgesamt auf etwas mehr als 1,78 Millionen Hektar. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche beträgt somit knapp 11 Prozent, der Anteil der Ökobetriebe an allen Betrieben 13 Prozent. Im Vergleich zu 2020 ist die ökologisch bewirtschaftete Fläche um nahezu 5 Prozent gewachsen (BÖLW 2022).

Von ganz klein bis ganz groß

Der durchschnittliche Ökobetrieb bewirtschaftet knapp 50 Hektar, wobei eine sehr große Spannweite innerhalb der Betriebe besteht. Zur Gruppe der Ökobetriebe gehören Betriebe mit Spezialkulturen wie Wein auf wenigen Hektar Anbaufläche oder auch Betriebe mit Mutterkuhhaltung auf über 1.000 Hektar. Letztere sind vor allem in den östlichen Bundesländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auf eher kargen und von Grünland geprägten Standorten zu Hause.

Ökolandbau ist regional unterschiedlich bedeutsam

Die Bedeutung des ökologischen Landbaus variiert regional beträchtlich. Der relative Flächenanteil reichte im Jahr 2020 von etwa 19 Prozent im Saarland, 16 Prozent in Hessen bis zu etwas über 5 Prozent in Niedersachsen. In absoluten Zahlen betrachtet liegen die Schwerpunkte der ökologischen Wirtschaftsweise in Süddeutschland: 2020 wurden in Bayern 386.496 Hektar und in Baden-Württemberg 193.342 Hektar ökologisch bewirtschaftet, gefolgt von Brandenburg mit 188.605 Hektar und Mecklenburg-Vorpommern mit 176.791 Hektar Ökolandbaufläche. Auf diese vier Bundesländer entfällt mehr als die Hälfte der ökologisch bewirtschafteten Fläche in Deutschland (BLE 2021).

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