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Zahlen & Fakten

Ökolandbau in Zahlen

Heike Kuhnert | 25.08.2022


BW Institut für Betriebswirtschaft

Wie viele Biobetriebe gibt es in Deutschland? Welche Bundesländer liegen beim Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen vorn, welche hinten? Und wie steht Deutschland im EU-Vergleich da?

Ende 2021 wirtschafteten in Deutschland 36.307 zertifizierte Betriebe nach den Vorgaben des ökologischen Landbaus auf insgesamt rund 1,8 Millionen Hektar. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche beträgt somit 11 Prozent, der Anteil der Ökobetriebe an allen Betrieben 14 Prozent. Im Vergleich zu 2020 ist die ökologisch bewirtschaftete Fläche um nahezu 6 Prozent gewachsen (BMEL 2022).
 

Von ganz klein bis ganz groß

Der durchschnittliche Ökobetrieb bewirtschaftet demzufolge knapp 50 Hektar, wobei eine sehr große Spannweite innerhalb der Betriebe besteht. Zur Gruppe der Ökobetriebe gehören Betriebe mit Spezialkulturen wie Wein auf wenigen Hektar Anbaufläche oder auch Betriebe mit Mutterkuhhaltung auf über 1.000 Hektar. Letztere sind vor allem in den östlichen Bundesländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auf eher kargen und von Grünland geprägten Standorten zu Hause.
 

Ökolandbau ist regional unterschiedlich bedeutsam

Die Bedeutung des ökologischen Landbaus variiert regional beträchtlich. Der relative Flächenanteil reichte im Jahr 2021 von gut 19 Prozent im Saarland, 16 Prozent in Hessen bis zu etwas über 5 Prozent in Niedersachsen. In absoluten Zahlen betrachtet liegen die Schwerpunkte der ökologischen Wirtschaftsweise in Süddeutschland: 2021 wurden in Bayern 408.616 Hektar und in Baden-Württemberg 203.830 Hektar ökologisch bewirtschaftet, gefolgt von Brandenburg mit 202.216 Hektar und Mecklenburg-Vorpommern mit 190.074 Hektar Ökolandbaufläche. Auf diese vier Bundesländer entfällt mehr als die Hälfte (knapp 56 Prozent) der ökologisch bewirtschafteten Fläche in Deutschland (BLE 2022).

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