Die Arbeit befasst sich mit den neuen Anforderungen der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR), die Unternehmen und Behörden dazu verpflichtet, nachzuweisen, dass zentrale Rohstoffe, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, entwaldungsfrei produziert wurden, weshalb eine frühzeitige Vorbereitung entscheidend ist.
Fernerkundungsdaten und globale Waldkarten können in diesem Prozess eine zentrale Rolle spielen, ihre Eignung unterscheidet sich jedoch stark hinsichtlich räumlicher Auflösung, Walddefinitionen und der Abgrenzung natürlicher Wälder von Plantagen oder Agroforstsystemen. Auf Grundlage einer systematischen Bewertung von 21 globalen Walddatensätzen zeigt die zugrunde liegende wissenschaftliche Studie, dass nur acht davon als EUDR-Referenzkarten geeignet sind, wobei lediglich zwei vollständig mit der FAO-basierten EUDR-Walddefinition übereinstimmen.
Darüber hinaus weist die Analyse auf regionale Verzerrungen hin, da Waldflächen in Europa und Nordamerika häufig überschätzt, in Teilen Afrikas hingegen unterschätzt werden. Insgesamt unterstreicht der Artikel, dass die Kombination mehrerer Datensätze mit regionalen Informationen sowie der Aufbau von Monitoring-Kapazitäten entscheidend für eine verlässliche, EUDR-konforme Nachweisführung sind.
- Freitas Beyer J, Köthke M, Lippe M (2026) So nutzen Unternehmen und Behörden Waldkarten effektiv. Holz Zentralbl 152(3):24
- Das Projekt GEOS-EUDR








