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Mischwald in Thüringen
Drohnenaufnahme eines Mischbestandes.
Institut für

WO Waldökosysteme

Bodenwasser

Der Boden hat eine wichtige Funktion als Wasserspeicher. Er versorgt die Pflanzen mit Wasser und gleicht die Phasen zwischen Überschuss und Mangel aus, wenn die Verdunstung den Niederschlag übersteigt.

Der Bodenwassergehalt wird als Messgröße zur Beschreibung des Bodenwassers in Volumenprozent genutzt. Das Wasser ist unterschiedlich im Boden verteilt. Daher messen wir in Britz in den Lysimeter an drei Stellen mit stabförmig angeordneten Sensoren in jeweils 10 verschiedenen Tiefen den Wassergehalt im Boden. Im Winter, wenn die Verdunstung gering ist, füllt sich der Wasserspeicher auf, im Sommer dagegen wird der Wasserspeicher durch die hohe Verdunstung von Boden und Vegetation verringert.

Wieviel Wasser im Boden gehalten werden kann hängt von der Größe der Zwischenräume (Poren) im Boden ab. In kleinen Poren kann Wasser stärker gehalten werden, als in großen. Die großen Poren zwischen dem Sand zum Beispiel, können nicht viel Wasser halten. Die Sandböden sind dafür aber oft sehr tiefgründig. Das bedeutet, dass Pflanzen die tief wurzeln können, einen größeren Bereich im Boden nutzen können.  

Wofür sind die Bodenwassergehaltsmessungen wichtig? Sie sagen uns etwas über die Wasserverfügbarkeit und -mangel. Sie sind wichtig bei der Betrachtung des Wasserhaushaltes und für Bilanzierungen. Letztendlich ist auch für die Wasserhaushaltsmodellierung der Bodenwassergehalt eine wichtige Eingangsgröße.

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