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Institut für

MA Marktanalyse

Projekt

Wie sich Preise bilden?


Federführendes Institut MA Institut für Marktanalyse

© BLE Bonn / Thomas Stephan

Ökonomische Analyse der Preisbildung entlang von Wertschöpfungsketten im Agrar- und Ernährungsbereich

Wie bilden sich nationale und internationale Preise für Agrargüter und verarbeitete Produkte? Welchen Einfluss haben Erzeuger, verarbeitende Betriebe, Händler und welchen Einfluss die Verbraucher?

Hintergrund und Zielsetzung

Moderne Lebensmittel durchlaufen in Wertschöpfungsketten eine Vielzahl von Verarbeitungsstufen. Als Folge hat das landwirtschaftliche Rohprodukt einen nur noch geringen Anteil am Wert des Endproduktes. In diesen komplexen Strukturen erfolgt unter anderem die Preisbildung für das endgültige Verbrauchsgut. Bei diesem Mechanismus finden sowohl die Preise für die Rohprodukte als auch die Kosten der Verarbeitung Eingang.

In der Regel sind Erzeuger- und Verbraucherpreise bekannt. Aber wie erfolgt die Preisbildung der Zwischenprodukte? Welchen Einfluss hat z. B. die Organisationsform einer Wertschöpfungskette und wie wirkt sich die Marktkonzentration auf die Preisbildung aus?

Aus der Differenz zwischen Erzeuger- und Verbraucherpreis kann nicht unmittelbar abgeleitet werden, welche Marktstufe welchen Anteil am Verkaufspreis ausmacht. Zusätzlich wirken politische Rahmenbedingungen direkt auf die Mechanismen der Preisbildung. Der Rückzug der Politik aus der direkten Marktsteuerung - zum Beispiel fiel zum 1. Mai 2015 die Milchquote weg - verändert die nationale, aber auch die internationale Preisbildung entlang von Wertschöpfungsketten. Unsere Aufgabe ist es, Marktentwicklungen zu beobachten und zu erklären. So versuchen wir auch, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und Handlungsoptionen für die Politik zu erarbeiten.

Vorgehensweise

Wir beobachten die Märkte für Getreide und Ölsaaten, Milch, Vieh und Fleisch sowie Zucker langfristig. Zusammen mit dem Wissen um fundamentale Marktfaktoren bildet die langfristige Marktbeobachtung die Grundlage unserer Arbeit. Wir untersuchen insbesondere die Marktstruktur, die Wettbewerbssituation sowie die Organisationsform in und zwischen den verschiedenen Wertschöpfungsketten. Dies sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene.

Mit unseren Analysen zu Preisbildungsprozessen innerhalb von Ketten tragen wir zu einer besseren Transparenz bei und erarbeiten Empfehlungen für die Politik

Publikationen zu dem Projekt

  1. 0

    Weber SA, Geiger K (2020) Einfache Lösungen? Gibt es nicht! : Milchpreise stabilisieren [Interview]. Maschinenring Mag(1):46-47

  2. 1

    Weber SA, Banse M, Knuck J (2019) Markt bleibt Markt. DLG Mitt(6):42-45

  3. 2

    Banse M, Knuck J, Weber SA (2019) Stabile und hohe Milchpreise?! - Optionen für eine Beeinflussung der Milchpreise. Braunschweig: Johann Heinrich von Thünen-Institut, 28 p, Thünen Working Paper 118, DOI:10.3220/WP1549288041000

    https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn060782.pdf

  4. 3

    Weber SA (2019) Und was kommt morgen? [Interview]. Dt Molkerei Zeitg 140(26):96-98

  5. 4

    Rothe A, Weber SA (2018) Evaluierung über die in Deutschland erfolgte Umsetzung der Milchmengenverringerungsmaßnahme sowie der Milchsonderbeihilfe. Braunschweig: Johann Heinrich von Thünen-Institut, 110 p, Thünen Working Paper 88, DOI:10.3220/WP1520859217000

    https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn059743.pdf

  6. 5

    Bohl MT, Groß Christian, Weber SA (2017) "Börsen-Kontrakte sind eher etwas für Molkereien" : [Interview]. Top Agrar(6):111

  7. 6

    Bohl MT, Groß Christian, Weber SA (2017) Deutsche Milchprodukt-Futurekontrakte: Qualität der Preissignale und Eignung als Preisabsicherungsinstrument. Braunschweig: Johann Heinrich von Thünen-Institut, 66 p, Thünen Working Paper 71, DOI:10.3220/WP1491825700000

    https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn058511.pdf

  8. 7

    Weber SA, Bohl MT (2017) Und sie sind doch sinnvoll : an Futurekontrakte für Milchprodukte wollen weder Molkereien noch Landwirte richtig ran. DLG Mitt 132(6):68-71

  9. 8

    Weber SA, Salamon P, Hansen H (2013) Volatile Weltmarktpreise von Milchprodukten und ihr Einfluss auf die nationale Preisbildung: Der deutsche Käsemarkt. Landbauforsch Appl Agric Forestry Res 63(2):103-114, DOI:10.3220/LBF_2013_103-114

    https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/bitv/dn052237.pdf

  10. 9

    Weber SA, Salamon P, Hansen H (2012) Volatile world market prices for dairy products - how do they affect domestic price formation: the German cheese market : paper prepared for the 123rd EAAE Seminar Price Volatility and Farm Income Stabilisation ; Modelling Outcomes and Assessing Market and Policy Based Responses, Dublin, February 23-24, 2012 [online]. Dublin: EAAE, 17 p, zu finden in <http://purl.umn.edu/122542> [zitiert am 26.06.2012]

    https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn050357.pdf

  11. 10

    Gagalyuk T, Hanf JH, Herzlieb C (2010) Managing supply chains successfully: an empirical testing of success of supply chain networks in the German fish sector. Acta Agric Scand C 7(2):139-150, DOI:10.1080/16507541.2010.531922

  12. 11

    Gagalyuk T, Steinbauer C, Hanf JH (2010) Success factor analysis of the German Fish. Schr Gesellsch Wirtsch Sozialwiss Landbaues 45:447-449

  13. 12

    Weber SA (2010) Wer macht den Preis bei Milch? Mais 37(4):118

  14. 13

    Weber SA (2009) Ausmaß und Determinanten von Preisrigiditäten im deutschen Lebensmitteleinzelhandel : eine empirische Analyse mit Scannerdaten [online]. Gießen: Univ Gießen, Gießen, Univ, Fachbereich Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement, Diss, 2009, zu finden in <http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2009/7206/pdf/WeberSaschaAlexander_2009_09_22.pdf > [zitiert am 07.09.2010]

  15. 14

    Gagalyuk T, Hanf JH, Steinbauer C (2009) Managing supply chains successfully: an empirical testing of success of supply chain networks in the German fish sector. Chania, 19 p

  16. 15

    Herrmann R, Möser A, Weber SA (2009) The case of Germany. In: Stiegert KW, Kim DH (eds) Structural changes in food retailing: six country case studies. Madison: Selbstverl, pp 51-75

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