Pflanzen wachsen am besten, wenn sie ausreichend mit Nährstoffen wie Stickstoff versorgt sind. Zu viel davon kann jedoch zu Umweltbelastungen, etwa in Grund- und Oberflächengewässern führen. Deshalb berechnen Landwirtinnen und Landwirte den Düngebedarf ihrer Flächen. Entscheidend dafür ist der Stickstoff, der bereits im Boden vorhanden und für die Pflanzen verfügbar ist. Da die Bundesländer die sogenannten Nmin-Werte im Frühjahr bisher mit verschiedenen Verfahren erheben und bereitstellen, fallen die daraus abgeleiteten Empfehlungen über Landesgrenzen hinweg teilweise sehr unterschiedlich aus. Nun haben Forschende des Thünen-Instituts für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen diese Unterschiede systematisch aufbereitet sowie die amtlichen Nmin-Richtwerte erstmals bundesweit vereinheitlicht und zur Verfügung gestellt.
Damit künftig erhobene Daten der Bundesländer vergleichbar sind, empfehlen die Thünen-Forschenden, die Beprobungszeiträume, -dichte und analytischen Verfahren länderübergreifend zu vereinheitlichen. Zudem haben sie eine neue Vorlage mit Mindeststandards entwickelt, die Behörden nun nutzen können. Die Vorschläge entwickelten die Forschenden in Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftskammern Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens sowie der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft.
„Eine einheitliche Bestimmung des Nmin-Wertes unter der Einhaltung hoher Standards verbessert die Datengrundlage für die Düngeplanung. Sie ist wichtig für den Gewässer- und Umweltschutz und trägt zu fairen Wettbewerbsbedingungen bei“, erklärt Thünen-Wissenschaftler Dr. Philipp Löw, Erstautor der Studie.








