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Unterschiedliche Baumsaaten werden in Händen gehalten, darunter Zapfen und Bucheckern
© Bernd Degen
Unterschiedliche Baumsaaten werden in Händen gehalten, darunter Zapfen und Bucheckern
Institut für

FG Forstgenetik

Neue Studie zur genetischen Vielfalt bei Buche und Fichte

Die genetische Vielfalt ist ein Schlüsselelement der biologischen Vielfalt. Eine neuen Studie unter Beteiligung des Thünen-Instituts für Forstgenetik berichtet über ein genetisches Monitoring bei zwei wichtigen Baumarten in Deutschland, der Buche und der Fichte.

Das Bild zeigt eine Population der Fichte auf dem Brocken im Harz, sie ist eine von zehn für ein intensives genetisches Monitoring in Deutschland ausgewählten Populationen.
© Aki Höltken, NW-FVA

Eine Population der Fichte auf dem Brocken im Harz, sie ist eine von zehn für ein intensives genetisches Monitoring in Deutschland ausgewählten Populationen.

Die genetische Vielfalt ist ein Schlüsselelement der biologischen Vielfalt und bildet die Grundlage für Anpassung und Anpassungsfähigkeit in der Natur. Allerdings wurde das Monitoring der genetischen Vielfalt als Teil der biologischen Vielfalt bisher vernachlässigt. Eine kürzlich veröffentlichte Studie unter Beteiligung des Thünen-Instituts für Forstgenetik stellt die Ergebnisse eines umfassenden genetischen Monitorings bei zwei der wichtigsten Waldbaumarten in Deutschland vor, der Rotbuche und der Gewöhnlichen Fichte.

In 12 Buchen- und 10 Fichtenpopulationen wurden Proben von jeweils mindestens 250 ausgewachsenen Bäumen, 400 Sämlingen und 400 Samen gewonnen und diese genetisch untersucht. Zusätzlich zu den klassischen Maßen zur Messung genetischer Diversität legten wir besonderen Wert auf die Bestimmung der effektiven Populationsgröße, einem Parameter, der auch die Verwandtschaftsverhältnisse in einer Population berücksichtigt.

Sowohl bei der Buche als auch bei der Fichte waren mit den klassischen Parametern keine Unterschiede der genetischen Vielfalt zwischen den untersuchten Beständen und zwischen den Generationen nachweisbar. Die Schätzungen der effektiven Populationsgröße zeigen jedoch deutliche Unterschiede zwischen den Populationen und den Generationen.

Diese Beobachtungen ermöglichen uns Schlussfolgerungen für die nachhaltige Bewirtschaftung der untersuchten Arten sowohl im Hinblick auf die natürliche Verjüngung von Beständen als auch für die Zulassung und Beerntung von Saatgutbeständen für eine künstliche Verjüngung durch Saat oder Pflanzung.

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