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Institut für

FI Fischereiökologie

Projekt

KreAktiv - Fischfutter für Leistung, Nachhaltigkeit und Tierwohl


Federführendes Institut FI Institut für Fischereiökologie

© Thünen-Institut/Stefan Reiser

Kreatin-Supplementation in der Aquakultur von Forellen zur Steigerung der Leistung und Verbesserung von Nachhaltigkeit und Tiergerechtheit 

Für einen nachhaltigen Ausbau der Aquakultur, braucht es nachhaltige Fischfuttermittel und Haltungsbedingungen, die das Tierwohl fördern. Wie beides in der Aufzucht von Forellen vorangetrieben werden kann, erforschen wir im Projekt KreAktiv.

Hintergrund und Zielsetzung

Futtermittel zur Aufzucht lachsartiger Fische haben in den vergangenen Jahrzehnten eine erhebliche Entwicklung erfahren. Diese Entwicklungen zielten vornehmlich darauf ab, tierische durch pflanzliche Fette und Eiweißträger zu ersetzen und die in pflanzlichen Quellen vorhandenen antinutritiven Substanzen aus den Futtermitteln zu entfernen. Letztlich ist allerdings auch die Verfügbarkeit pflanzlicher Eiweißträger limitiert und wird für die direkte Ernährung einer stetig steigenden Weltbevölkerung benötigt. Für die Erzeugung von Fischen in Aquakulturen ist es deshalb notwendig, Fette und Eiweiße nicht mehr als ausschließliche Energieträger zu verwenden, sondern durch Kohlenhydrate zu ersetzen. Kohlenhydrate benötigen in Anbau und Herstellung weniger Ressourcen als Eiweiß- und Ölträger.

Forellen sind Raubfische, die Kohlenhydrate im Futter nur begrenzt verwerten können. Der Einsatz von Kohlenhydraten in der Ernährung von Raubfischen ist deshalb begrenzt. Studien konnten allerdings zeigen, dass eine gezielte Anregung des Schwimmverhaltens die Verwertung von Kohlenhydraten steigern kann. Außerdem kann die Verwertbarkeit von Kohlenhydraten über funktionelle Inhaltsstoffe weiter gesteigert werden. Die Gabe solcher Inhaltsstoffe in Verbindung mit einer gezielten Anregung von Schwimmverhalten wurde bislang noch nicht untersucht bzw. ist unklar, in welcher Kombination der einzelnen Parameter wirksam sind.

Vorgehensweise

Wir führen Fütterungsversuche in Aquarien durch, um die optimale Zusammensetzung des Futters und die effizienteste Zugabe funktioneller Inhaltsstoffe zu ermitteln und untersuchen die Ergebnisse danach im Labor. Danach führen wir Fütterungsversuche in Rundstrombecken durch, in denen wir das Schwimmverhalten bei definierten relativen Schwimmgeschwindigkeiten gezielt anregen und verabreichen dabei das Futter, welches sich im ersten Versuch die besten Ergebnisse erbracht hat. Auch nach diesem Versuch führen wir Analysen im Labor durch.

Beteiligte externe Thünen-Partner

  • Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)
    (Berlin, Deutschland)
  • AlzChem Trostberg GmbH
    (Trostberg, Deutschland)

Geldgeber

  • Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
    (national, öffentlich)
  • Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

11.2025 - 12.2028

Weitere Projektdaten

Projektfördernummer: 281E104B23
Projektstatus: läuft

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