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Ein Mitarbeiter sammelt Ameisen auf einer Untersuchungsfläche.
Ein Mitarbeiter sammelt Ameisen auf einer Untersuchungsfläche.
Institut für

BD Biodiversität

Projekt

Entwicklung standardisierter, bestandsschonender Erfassungsmethoden für hohlraumnistende Wildbienen


Federführendes Institut BD Institut für Biodiversität

Osmia cornuta beim Anflug auf die Nisthilfe
© Thünen-Institut/Lara Lindermann

Entwicklung standardisierter, bestandsschonender Erfassungsmethoden für hohlraumnistende Wildbienen  

Bislang fehlt eine bundeweit einheitliche Datenbasis, die es erlaubt, wissenschaftliche Aussagen über den Zustand von Wildbienenbeständen in Agrarlandschaften zu treffen. Deshalb werden standardisierte, bestandsschonende Erfassungsmethoden entwickelt, die eine langfristige Datenerfassung in einem zukünftigen Wildbienen-Monitoring in Agrarlandschaften ermöglichen sollen.  

Hintergrund und Zielsetzung

Nisthilfen ermöglichen die Erfassung von Arten (-gruppen) und deren Häufigkeiten sowie die Quantifizierung von trophischen Interaktionen zwischen Wildbienen, Wespen und Parasitoiden. Über eingetragenes Nistmaterial können zudem Rückschlüsse auf Nahrungsressourcen geschlossen und Auswirkungen von Pestizidrückständen auf die Vitalität von Wildbienen abgeschätzt werden.

Im Vergleich zu anderen Methoden sind Nisthilfen aufgrund der o.g. Eigenschaften für die Erfassung von oberirdisch nistenden Wildbienen im Rahmen eines bundesweiten Wildbienen-Monitorings in Agrarlandschaften prädestiniert. Allerdings bedarf es noch der Weiterentwicklung um folgende grundlegende Anforderungen, damit Nisthilfen in einem bundesweiten Monitoring eingesetzt werden können:

  • Standardisierung der Nisthilfe
  • bestandsschonende Erfassungsmethoden
  • minimaler Betreuungsaufwand der Nisthilfe beim Einsatz von Ehrenamtlichen

Vorgehensweise

Es soll ein Nisthilfe-Prototyp entwickelt werden, der bestehende Nisthilfe-Elemente kombiniert und so weiterentwickelt, dass er optimale Nistbedingungen für ein möglichst großes Artenspektrum von Wildbienen der offenen Agrarlandschaft bietet (Standardisierung). Für eine bestandsschonende Erfassung soll darüber hinaus der Prototyp um ein Erfassungsmodul ergänzt werden, das automatisiert Wildbienenarten und -abundanzen und ihre tages- und jahreszeitlichen Aktivitäten erfasst (automatisierte Bilderkennung). Ferner wird getestet, ob für eine bestandsschonende Erfassung auch die Einbindung von Ehrenamtlichen langfristig und bundesweit möglich ist und qualitativ hochwertige Daten hervorbringt. Die Nisthilfen sollen zukünftig an geeigneten Standorten in der Agrarlandschaft aufgestellt werden.

Geldgeber

  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

7.2019 - 12.2023

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

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