Ob eine Hummel an einer Blüte Nektar sammelt oder ein Lachs durchs Wasser schwimmt, überall hinterlassen Lebewesen Spuren ihres Erbmaterials – etwa über Ausscheidungen, Hautpartikel oder winzige Zellreste. Indem Thünen-Forschende diese sogenannte Umwelt-DNA (englisch: Environmental DNA, eDNA) analysieren, können sie Tiere und Pflanzen nachweisen, ohne dass diese gesichtet oder gefangen werden müssen. Um ihre Expertise in der Arbeit mit eDNA künftig stärker zu bündeln, haben Thünen-Mitarbeitende nun ein neues Netzwerk gegründet. Die 22 Forschenden aus sieben Fachinstituten und der Stabsstelle Biodiversität werden sich gegenseitig mit neuen Erkenntnissen und Methoden unterstützen sowie regelmäßig Erfahrungen austauschen.
In einem ersten Workshop haben die Teilnehmenden aus den Bereichen Agrar, Wald und Gewässer gemeinsame Zukunftsperspektiven geschaffen. Dafür kamen technische und wissenschaftliche Mitarbeitende aller Erfahrungsstufen zusammen. In den Diskussionen stand der gesamte Prozess – von der Probenahme bis zur bioinformatischen Auswertung – im Mittelpunkt. Auf dieser Grundlage werden die Forschenden künftig die eDNA-Expertise am Thünen-Institut stärken.









