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Anja Herkner
Institut für Ländliche Räume

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Geflüchtete in ländlichen Räumen

Projekt

Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt (c) Andreas Bormann
Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt (© Andreas Bormann)

Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen Deutschlands

Migrations- und Integrationsforschung in Deutschland war bislang überwiegend auf Großstädte ausgerichtet. Durch die Flüchtlingsentwicklung seit 2014 sehen sich jedoch auch Kleinstädte und Dörfer in ländlichen Räumen verstärkt mit Flüchtlingshilfe- und Integrationsaufgaben konfrontiert.

Hintergrund und Zielsetzung

Von einigen Kommunen und Landkreisen in ländlichen Regionen wird die flüchtlingsbedingte Zuwanderung nicht nur als humanitäre Aufgabe, sondern auch als Entwicklungschance im Kontext von Abwanderung, Alterung und Fachkräftemangel gesehen. Empirisch fundierte Antworten, wie dies gelingen kann, fehlen jedoch bislang.

Das Forschungsvorhaben zielt darauf ab, eingehend zu untersuchen, unter welchen Voraussetzungen und wie humanitäres Engagement und ländliche Entwicklung erfolgreich verbunden werden können und wie dies von Politik und Zivilgesellschaft positiv beeinflusst werden kann. Entsprechend dieser Orientierung an Fragen der politischen Steuerung will das Verbundprojekt auch etwaigen politischen Handlungsbedarf in Bezug auf das Thema Integration von Geflüchteten in ländlichen Räumen identifizieren und Handlungsempfehlungen an die Politik formulieren.

Das Projekt wird ländliche Landkreise in Bayern, Hessen, Niedersachsen und Sachsen untersuchen und dabei vier Dimensionen unterscheiden:

  • Integrationspotenziale ländlicher Räume in Deutschland (Teilprojekt 1),
  • die Sichtweise der Geflüchteten (TP 2),
  • die lokale Integrationspolitik und deren Unterstützung durch Land, Bund und EU (TP 3) und
  • das zivilgesellschaftliche Engagement und die Einstellung der Aufnahmegesellschaft (TP 4).

Zielgruppe

Fachöffentlichkeit, politische Entscheidungsträger

Vorgehensweise

Ein entsprechend breit angelegtes Vorhaben ist auf den Sachverstand aus verschiedenen Forschungseinrichtungen und Disziplinen angewiesen. Im Einzelnen sind dies das Thünen-Institut für Ländliche Räume (Verantwortung für TP 1 und die Untersuchungsregionen in Niedersachsen), die Universität Erlangen (TP2 und Bayern), die Universität Hildesheim (TP 3 und Hessen) und die TU Chemnitz (TP 4 und Sachsen). Anknüpfend an die Forschungsergebnisse zu den vier Dimensionen und auf der Grundlage regionaler Steckbriefe werden Handlungsempfehlungen an die Politik formuliert (TP 5, Projektverbund). Für den Projekterfolg ist eine intensive, mit eigenen Ressourcen versehene Projektkoordination unerlässlich (TP 6, Thünen-Institut).

Ein Projektbeirat aus Forschung und Praxis, mit dem in Workshops über Projektfortschritte und -ergebnisse diskutiert wird, sichert die Anbindung an die politische Praxis in den Bereichen Integration und ländliche Entwicklung.

Links und Downloads

www.gefluechtete-in-laendlichen-raeumen.de

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Geldgeber

  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

1.2018 - 12.2020

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektfördernummer: 2817LE035
Förderprogramm: Bundesprogramm Ländliche Entwicklung
Projektstatus: läuft

Publikationen

Anzahl der Datensätze: 0