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Hanne Schmidt-Przebierala
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Monitoring von Grundwasserflurabständen in Mooren anhand von Radardaten

Projekt

Radarbild von organischen Böden am Dümmer und Lage von Grundwasserstellen (beruht auf veränderten Copernicus Sentinel-Daten (2017)) (c) Thünen-Institut/AK
Radarbild von organischen Böden am Dümmer und Lage von Grundwasserstellen (beruht auf veränderten Copernicus Sentinel-Daten (2017)) (© Thünen-Institut/AK)

Entwicklung einer Methode zur Abschätzung des Grundwasserflurabstands in organischen Böden in Deutschland aus Sentinel-Radardaten

Treibhausgasemissionen aus Mooren werden stark vom Grundwasserflurstand beeinflusst. Eine Ableitung der Grundwasserflurabstände aus Fernerkundungsdaten könnte die räumlich und zeitlich differenzierte Abschätzung von THG-Emissionen deutlich verbessern. 

Hintergrund und Zielsetzung

Entwässerte organische Böden emittieren große Mengen an Kohlendioxid (CO2) und tragen in Deutschland zu ungefähr 40 % der Emissionen aus den Sektoren Landwirtschaft und Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) bei, während wiedervernässte und insbesondere überstaute Standorte hohe Emissionen von Methan (CH4) aufweisen können. Der Grundwasserflurabstand bzw. die Bodenfeuchte sind entscheidende Steuerfaktoren für die Höhe sowohl der CO2- als auch der CH4-Emissionen. Im Rahmen dieses Projektes soll getestet werden, inwieweit Radardaten im Mikrowellenbereich (C-Band) zur Bestimmung des Grundwasserflurabstandes und perspektivisch auch zum Monitoring von Emissionsminderungsmaßnahmen genutzt werden können.

Vorgehensweise

Zur Kalibrierung und Validierung des Zusammenhangs zwischen Grundwasserflurabstand und Radarsignal („Backscatter“) werden die am Thünen Institut für Agrarklimaschutz vorliegende Datenbank zu Grundwasserständen in organischen Böden sowie Daten aus derzeit laufenden Projekten genutzt. Dazu wird eine semi-empirische Methode der Vegetationskorrektur der Rückstreuungskoeffizienten für verschiedene Landnutzungstypen angepasst. Neben der Schätzung des Grundwasserflurabstands in entwässerten organischen Böden wird getestet, ob die Radardaten auch zur Erkennung und flächenhaften Quantifizierung von Emissionsminderungsmaßnahmen (Wiedervernässung von Mooren, Anhebung von Wasserständen in genutzten Mooren) genutzt werden können.  

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

8.2017 - 7.2019

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft