Federführendes Institut
Themenfelder

Institutsleitung

Stellvertretende Institutsleitung

Sekretariat

Institut für Fischereiökologie

Palmaille 9
22767 Hamburg-Altona
Telefon: +49 40 38905 290
Fax: +49 40 38905 261
fi@thuenen.de


Herwigstraße 31
27572 Bremerhaven
Telefon: +49 471 94460 0
Fax: +49 471 94460 099
fi@thuenen.de


PlasM - Mikroplastik im Fisch

Projekt

 (c) Marc-Oliver Aust

Plastikmüll und Meeresfische

Meeresmüll ist ein globales Problem: Große Mengen Abfalls landen nach der Produktion an Land in den Weltmeeren und werden dort zu Meeresmüll. Wir untersuchen wieviel Plastikmüll (Mikroplastik) sich in Meeresfischen findet und ob die Tiere darunter leiden.

Hintergrund und Zielsetzung

Meeresmüll besteht aus verschiedenen Materialien, von denen Plastik aufgrund seiner niedri­gen Abbaurate als besonders problematisch angesehen wird. In europäischen Regionen bestehen etwa 70-80 % des Meeresmülls aus Plastik. Nach neueren Schätzungen gelangen ca. 4,8 Mio t Plastikmüll pro Jahr in die Weltmeere und rei­chern sich dort aufgrund der niedrigen Abbauraten vermutlich an.

Studien zu Meeresmüll verwenden oft ein international abgestimmtes Protokolls (z.B. ICES International Bottom Trawl Survey, IBTS), um den gesammelten Makromüll (>2,5cm) stan­dardi­siert zu erfassen. Neben dem Makromüll sind insbesondere kleine Plastikpartikel, sogenanntes Mikroplastik (< 5 mm) von Interesse. Mikroplastik wird aus ökologischer Sicht als besonders bedenklich angesehen, da es von marinen Organismen aufgenommen wird, sich in der Nahrungskette an­reichern kann und Schädigungen sowie eine erhöhte Schadstoffbelastung verursachen könnte.

Ziel von PlasM ist eine bessere Bewertung des Risikos durch Plastik in der Meeresumwelt insbesondere für Fische und auch für den Verbraucher.

Vorgehensweise

  • Probenahme von Fischen auf See
  • Probenahme von Meeresmüll
  • Extraktion von Mikroplastik aus Fischen
  • Bestimmung von Kunststoffen mittels FTIR
  • Erfassung des Gesundheitszustands der Fische

Unsere Forschungsfragen

  1. Welche Fischarten und geografische Regionen sind besonders betroffen?
  2. Gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Lebensstadien?
  3. Welche Plastikarten und -größen dominieren?
  4. Welche Rolle spielen Plastikpartikel am Meeresgrund und an der Meeresoberfläche für die Aufnahme durch Fische?
  5. Wirken sich aufgenommene Plastikpartikel auf den Gesundheitszustand von Fischen aus?
  6. Besteht ein Risiko durch Plastik-assoziierte Schadstoffe?
  7. Welches sind die geeignetsten Methoden zur Extraktion von Plastikpartikeln aus Fischen?
  8. Welches sind die effizientesten Methoden zum Nachweis und zur Charakterisierung von Plastikpartikeln im Rahmen der Meeresüberwachung?

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Geldgeber

  • Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

7.2017 - 6.2021

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft