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Phytopathologische und molekulargenetische Charakterisierung sowie vegetative Vermehrung gegenüber dem Eschentriebsterben resistenter Plusbäume der Gemeinen Esche

Projekt

Erhalt der Gemeine Esche (Fraxinus excelsior L.) durch Anlage einer Samenplantage bestehend aus Klonen mit hoher Resistenz gegenüber dem Verursacher des Eschentriebsterbens;

Teilvorhaben 2: Phytopathologische und molekulargenetische Charakterisierung sowie vegetative Vermehrung gesunder
Plusbäume

Das durch den Pilz Hymenoscyphus fraxineus verursachte Chalara-Eschentriebsterben schreitet auch in Mecklenburg-Vorpommern mit unverminderter Aggressivität voran. Besonders gravierend sind die damit einhergehenden wirtschaftlichen und ökologischen Schäden im küstennahen Raum, wo die Esche auf Nassstandorten oft als alleinige Baumart vorkommt. Für eine baldige Wiederbewaldung der kalamitätsgeschädigten Flächen werden daher Eschenpflanzen mit einer hohen (genetisch determinierten) Resistenz gegenüber dem Pilz in ausreichend großer Anzahl benötigt.

Hintergrund und Zielsetzung

Im Projekt werden die ausgewählten Plusbäume molekulargenetisch und phytopathologisch charakterisiert. Diese Informationen werden für die endgültige Auswahl der für die Anlage der Samenplantage zu verwendenden Bäume genutzt. Weiterhin werden Erkenntnisse zur genetischen Variabilität und Diversität der Esche in Norddeutschland gewonnen.
Für den molekular-genetischen Nachweis des Pilzes werden die entsprechenden Marker entwickelt und angewendet. Mit diesen Methoden wird bei gesund erscheinenden Bäumen überprüft, ob bereits ein Befall durch den Pilz vorliegt. Daneben sollen auch Untersuchungen zur genetischen Diversität des Pilzes durchgeführt werden.
Die für die vegetative Vermehrung von Eschen notwendigen Verfahren werden optimiert. Die ausgewählten Plusbäume werden in ausreichender Anzahl für die geplante Samenplantage vegetativ vermehrt.

Konkrete Ziele sind:

- Aufbau einer Samenplantage zur Erzeugung von Vermehrungsgut weniger krankheitsanfälliger Eschen
als Beitrag zur Sicherung der Versorgung mit Eschenholz
- Erkenntnisgewinn zur Genetik der Resistenz gegenüber dem Eschentriebsterben, zur Populationsgenetik und zur vegetativen Vermehrung der Esche
- Entwicklung von Arbeitstechniken zum Nachweis und Identifizierung des pilzlichen Erregers des Eschentriebsterbens
- Bereitstellung von resistentem und ausreichend diversem Pflanzenmaterial der Esche

Vorgehensweise

1. Erarbeitung und Anpassung von Methoden zur phytopathologischen und molekulargenetischen
Charakterisierung bei Esche
2. Genotypisierung zur Identifizierung von Einzelbäumen, Untersuchung zur Diversität und Genfluss
innerhalb und zwischen Eschenbeständen und zum Vergleich der genetischen Struktur von geschädigten
und gesunden Bäumen.
3. Charakterisierung des Befalls- und Resistenzstatus ausgewählter Plusbäume sowohl mittels
Kultivierungsverfahren als auch durch artspezifische molekulare Marker.
4. Vegetative Vermehrung ausgewählter Eschen-Plusbäume

Unsere Forschungsfragen

Wie hoch ist die genetische Diversität der Esche des Erregers des Eschentriebsterbens (Hymenoscyphus fraxineus in Norddeutschland?

Welche Resistenzmechanismen gibt es bei der Esche?

Sind gesund erscheinende Eschen tatsächlich resistent gegenüber dem Errreger des Eschentriebsterbens?

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner

  • Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, Betriebsteil FVI
    (Schwerin, Deutschland)

Geldgeber

  • Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

7.2016 - 9.2019

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektfördernummer: 22019915
Förderprogramm: FNR
Projektstatus: läuft

Publikationen zum Projekt

Anzahl der Datensätze: 0