Federführendes Institut

Brennstoff aus dem heißen Bad

Projekt

BioKW (c) Thünen-Institut
BioKW (© Thünen-Institut)

Katalytische Umsetzung von Biocrude und Biomasse zu flüssigen Kohlenwasserstoffen in heißem Hochdruckwasser

In einer Laboranlage erproben wir, ob sich Pyrolyseflüssigkeiten und Biomassen mittels CLC-Verfahren (Catalytic Liquid Conversion) gemeinsam in flüssige Kohlenwasserstoffe mit hohem Brennwert umwandeln lassen.

Hintergrund und Zielsetzung

Ziel des Verbundvorhabens „BioKW“ ist eine CO2-neutrale, nachhaltige Kraftstoffbereitstellung auf Basis biogener Einsatzstoffe. Dazu kombinieren wir Flash-Pyrolyse (Biocrude-Herstellung) und CLC-Verfahren (Catalytic Liquid Conversion). Letzteres läuft in heißem Hochdruckwasser in Gegenwart heterogener Katalysatoren ab. Im wissenschaftlichen Fokus liegt das Entwickeln und Charakterisieren heterogener Katalysatoren. Technisch zielen wir vor allem auf den Anlagenbau und das Erproben des CLC-Verfahrens mit gemeinsamer Umsetzung von Pyrolyseöl - auch Biocrude-Oil (BCO) genannt - und festen Biomassen. Dabei wollen wir flüssige Kohlenwasserstoffgemische gewinnen. Die feste Biomasse dient neben dem heißen Hochdruckwasser als Wasserstoffquelle, um den Sauerstoff abzutrennen (Deoxygenierung). Das Projekt beinhaltet auch den Bau und Betrieb einer entsprechenden kontinuierlichen Laboranlage. Daran beteiligt sind zwei Partner aus der Wirtschaft  sowie zwei akademische Partner. Eine belastbare Datenbasis zum CLC-Verfahren sowie Machbarkeitsstudien im Zusammenhang mit o.g. Applikationen liegen bereits vor.

Vorgehensweise

Im Laufe des Projekts wird eine Laboranlage geplant, aufgebaut und erprobt. Wir überprüfen darin, inwieweit dem Produkt durch die Reaktion Sauerstoff entzogen werden kann.

Unsere Forschungsfragen

Lässt sich der patentierte CLC-Prozess zur Deoxygenierung von Pyrolyseöl und damit zur Herstellung flüssiger Kohlenwasserstoffe einsetzen?

Ergebnisse

Erste Ergebnisse liegen in Kürze vor und werden auf dem HTP Fachforum in Leipzig im November 2014 vorgestellt.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Geldgeber

  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
    (national, öffentlich)