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So steht es um die Versorgung mit Apotheken

Das wohnortnahe Apothekennetz in Deutschland wird dünner. Doch sinkt dadurch auch die Versorgung? Für die meisten Menschen sind die Wege zur nächsten Apotheke in den vergangenen Jahren nicht länger geworden. Weitere Fakten zum Apothekensterben gibt es im neuen Thünen à la carte.

Eine Apothekerin übergibt der Kundin ihre Medikamente.
© Thünen-Institut/Nadine Kraft

Für die meisten Menschen sind die Apotheken Bestandteil der persönlichen Gesundheitsversorgung.

Mit 20 Apotheken pro 100.000 Einwohnern liegt Deutschland deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 31. Das wohnortnahe Apothekennetz ist vergleichsweise dünn – und wird ständig dünner, denn die Zahl der Apotheken sinkt seit Jahren. Doch bedeutet das automatisch, dass die wohnortnahe Apothekenversorgung nicht mehr in ausreichendem Maße gesichert ist? Am Thünen-Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen wurde diese Versorgungsfrage mit Hilfe des Thünen-Erreichbarkeitsmodells untersucht. Das Modell analysiert flächendeckend für Deutschland, wie sich die wohnortnahe Apothekenerreichbarkeit seit 2013 entwickelt hat, wie gut Bürgerinnen und Bürger in Deutschland die wohnortnächste Apotheke erreichen können und in welchen Regionen die Apothekenversorgung besonders gut oder schlecht ist.

Ein wesentliches Ergebnis: Die Wege zur nächsten Apotheke sind für die meisten Menschen zwischen 2013 und 2024 nicht deutlich länger geworden. Allerdings trifft eine Apotheken-Schließung in der Regel eher Landbewohner, die zu Fuß gehen. Sie müssen dann längere Wege zur nächsten Einrichtung in Kauf nehmen. Wer in der Großstadt lebt oder mobil ist, spürt eine Schließung nicht so unmittelbar.

Alle Ergebnisse und Details zur Untersuchung gibt es im neuen Thünen à la carte:

Kontakt:

Stefan Neumeier
Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen
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