Mit der 100. Grünen Woche wird das Berliner Messegelände erneut zum internationalen Treffpunkt der Agrarbranche. Für rund zwei Wochen rückt die Landwirtschaft in den Fokus – nicht nur für Fachbesucher*innen aus aller Welt, sondern auch für interessierte Bürger*innen. Die traditionsreiche Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau zieht jährlich rund 300.000 Besucher*innen an. In der Halle 23a des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gibt es eine Vielfalt angewandter Forschung zu entdecken, unter anderem aus dem Thünen-Institut.
In diesem Jahr zeigen Forschende des Thünen-Instituts für Agrarklimaschutz, welche Rolle entwässerte Moorböden für den Klimaschutz spielen und wie sie künftig klimaschonender genutzt werden können. Am Stand können Besucher*innen unterschiedliche Torfarten kennenlernen und in kleinen Experimenten erleben, wie Treibhausgase gemessen werden. Am Freitag, den 23. Januar, bringt die Thünen-Wissenschaftlerin Bärbel Tiemeyer das Thema Moorböden auf die Bühne der BMLEH-Halle.
Direkt nebenan dreht sich alles um Holzprodukte, die von Wind und Wetter gezeichnet wurden. Oft werden Gartenstühle, Tische und Co. entsorgt, obwohl sie noch länger nutzbar wären. Die Wissenschaftler*innen des Thünen-Instituts für Holzforschung zeigen, wie Holzprodukte ihr Aussehen mit der Zeit verändern, was das für ihre Stabilität bedeutet und wie eine effiziente Kreislaufwirtschaft aussehen kann.
Ein besonderes Online-Tool bringt das Thünen-Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen mit auf die Grüne Woche: Der Thünen-Landatlas bietet interaktive Karten zu Lebens-, Wohn- und Arbeitssituationen in ländlichen Räumen Deutschlands. An einem interaktiven Touchscreen gibt es etwa Daten zur demografischen Entwicklung, Nahversorgung und der Erreichbarkeit von Einrichtungen der Daseinsvorsorge zu entdecken.
Auch beim 19. Zukunftsforum ist das Thünen-Institut vertreten. In den Fachforen diskutieren die Teilnehmenden, wie ländliche Regionen ihre wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Entwicklung aktiv gestalten können. Im Fachforum 1 spricht der Thünen-Wissenschaftler Andreas Tietz am 21. Januar über Flächennutzungskonflikte in Deutschland. Am 22. Januar thematisiert er im Fachforum 30, wie Eigentumsstrukturen von landwirtschaftlichen Flächen eine nachhaltige Landnutzung beeinflussen. Zudem ist ein Projekt zu Naturschutz-Kooperativen in Agrarlandschaften (MoNaKo) Teil des Fachforums 13, für das das Thünen-Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen die sozioökonomische Begleitforschung durchgeführt hat.






