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Institut für

MA Marktanalyse

Projekt

Qualitätsanforderungen und Lebensmittelverluste bei Obst und Gemüse


Federführendes Institut MA Institut für Marktanalyse

© Felicitas Schneider

Qualitätsanforderungen und Lebensmittelverluste bei Obst und Gemüse

Spezielle Vorgaben des Lebensmitteleinzelhandels an Obst und Gemüse gelten als eine der Ursachen für Lebensmittelverluste in der frühen Wertschöpfungskette. In dieser Fallstudie erforschen wir die Zusammenhänge und die Verlustmengen in der Lieferkette eines Einzelhandelsunternehmens.

 

Hintergrund und Zielsetzung

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass die Anforderungen der Lebensmittelbranche an Obst und Gemüse über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen und so Lebensmittelverluste in der Lieferkette verursachen. Welche Anforderungen und Praktiken dabei zu welchen Verlusten führen, ist jedoch noch nicht geklärt. Ziel dieser Fallstudie ist, den Einfluss der Produktanforderungen (z.B. hinsichtlich des Aussehens, der Größe, der Form und Farbe) und den Einfluss der Geschäftspraktiken (z.B. in Bezug auf Bestellprozesse und Kommunikation) eines konkreten Unternehmens im Lebensmitteleinzelhandel bei Obst und Gemüse auf Lebensmittelverluste zu analysieren. Die Fallstudie untersucht dabei ausgewählte Lieferketten eines deutschen Unternehmens aus Spanien, Italien und Deutschland.

Zielgruppe

Wissenschaft, Lebensmitteleinzelhandel, Politik, Obst- und Gemüsebau

Vorgehensweise

Im Rahmen von Interviews mit den relevanten Akteur*innen der Lieferkette gewinnen wir Erkenntnisse über die Struktur und Organisation des Obst- und Gemüseeinkaufs dieses Einzelhandelsunternehmens. Auch die wichtigsten Verluststellen und Qualitätsanforderungen werden im Rahmen der Gespräche ermittelt. Eine Online-Befragung der Erzeugerbetriebe und -zusammenschlüsse dient der Quantifizierung von Verlustmengen. Auf Grundlage dessen schätzen wir das Reduktionspotenzial der Obst- und Gemüseverluste anhand beispielhafter Kulturen bei einer Anpassung unternehmensspezifischer Qualitätsanforderungen und Geschäftspraktiken. Hieraus werden Handlungsempfehlungen für effektive Anpassungsmaßnahmen abgeleitet.

Daten und Methoden

  • qualitative Interviews mit relevanten Akteur*innen der Obst- und Gemüselieferkette
  • quantitative Online-Befragung von Erzeugerbetrieben und Erzeugerzusammenschlüssen

Unsere Forschungsfragen

  • Welche Produktanforderungen und Praktiken des Unternehmens verursachen Lebensmittelverluste in der Lieferkette ausgewählter Obst- und Gemüsekulturen?
  • Wie hoch sind die Lebensmittelverluste, die durch diese Qualitätsanforderungen und Praktiken im Bereich Obst und Gemüse verursacht werden?
  • Welches Potenzial, Lebensmittelverluste zu reduzieren, hat eine Anpassung der Qualitätsanforderungen und Praktiken des Unternehmens?

Vorläufige Ergebnisse

Die Ergebnisse des Projektes tragen zum besseren Verständnis der Zusammenhänge zwischen Produktanforderungen und Verlusten in der Lieferkette bei und zeigen das Potenzial von Maßnahmen zur Reduktion dieser Verluste auf.

 

Links und Downloads

https://zugutfuerdietonne.de/?L=0

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/texte_72-2020_umwelt-_und_klimarelevante_qualitaetsstandards_des_leh_fin.pdf

https://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuvpubl/3_fachberichte/fabe85_Lebensmittelverluste_gesichert.pdf 

Publikationen zu dem Projekt

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