Der massive Befall von Fichtenbeständen durch Borkenkäfer hat in den letzten Jahren zu einem erheblichen Anstieg des Kalamitätsholzvolumens geführt. Oftmals verbleiben Fichtenstämme über längere Zeiträume im Wald und werden dort unbeabsichtigt mehrere Jahre lang gelagert. Um Qualitätsverluste zu vermeiden, wurden die trockenen Stämme häufig in Trockenlager verbracht, ohne Bodenkontakt gestapelt und mit PVC-beschichtetem, witterungsbeständigem und wasserdichtem Polyestergewebe abgedeckt, bevor sie an die Sägeindustrie geliefert wurden. In dieser Studie wurden Qualitätsveränderungen von Fichtenstämmen infolge der Trockenlagerung in Abhängigkeit von der Dauer der vorherigen Stehendlagerung im Wald untersucht. Wie erwartet traten Qualitätsveränderungen auf, jedoch blieb der Großteil des Holzes sägefähig. Die Trockenlagerung ist eine einfache, weniger aufwendige und kostengünstige Konservierungsmethode für stehendes und somit vorgetrocknetes, käferbefallenes Schadholz. Ein Sekundärbefall mit Insekten trat zwar auf, beschränkte sich jedoch auf die äußeren Stammbereiche. Stehend gelagertes Holz zeichnet sich durch einen geringere anfängliche Holzfeuchte aus und erreicht daher im Vergleich zu noch lebendem Holz früher einen Feuchtigkeitsgehalt unterhalb der Zellwandsättigung.
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