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MinKriSet-Abschlussveranstaltung: Das Fundament steht

Zum Ende der knapp 2-jährigen Projektlaufzeit wurde das „Mindestkriterienset für die Bewertung nachhaltigen Handelns landwirtschaftlicher Unternehmen“ (MinKriSet) in Berlin präsentiert. An der Abschlussveranstaltung im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und online beteiligten sich über 120 Vertreter*innen aus Wissenschaft, Praxis, Verwaltung sowie Agrar- und Umweltverbänden.

Schriftzug Nachhaltigkeit auf grünem Hintergrund
© geschmacksRaum®-stock.adobe.com

Das Mindestkriterienset wurde als wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung zu einem Nachhaltigkeitsbewertungssystem, das Maßstäbe in der Bewertung landwirtschaftlicher Unternehmen setzen kann, gewürdigt. Erarbeitet wurde das MinKriSet vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft in Zusammenarbeit mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).

Bei der Abschlussveranstaltung haben MinKriSet-Projektleiterin Dr. Elke Baranek und ihr Team (Klara Bretschneider, Dr. Uta Devries, Bernhard Forstner, Dr. Jenny Lay-Kumar und Kai Altenhof) Ziele, Vorgehensweise und Ergebnisse des Projektes vorgestellt. Es wurden 14 Kriterien entwickelt – basierend auf der Analyse von etwa 50 Nachhaltigkeitsbewertungssystemen, knapp 30 Gesprächen mit Expert*innen und mehreren Stakeholder-Workshops. Darüber hinaus wurde das Set im internationalen Kontext reflektiert. Dazu wurden 14 Nachhaltigkeitsbewertungssysteme in anderen Staaten untersucht und mit dem entwickelten Mindestkriterienset verglichen. Zudem wurde das Set im Zusammenhang mit der EU-Regulatorik betrachtet.

Als Vertretende des Projektpartners DLG haben Erik Guttulsröd (Bereichsleiter Betriebsführung und Nachhaltigkeit) und Lea Hettler (Projektleiterin MinKriSet bei der DLG) die Potenziale des Sets in der so genannten digitalen Integration erörtert. Hierbei ging es insbesondere um die Datenverfügbarkeit, -erhebung und -hoheit als wichtige Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit eines MinKriSet.

Die Erarbeitung des MinKriSet wurde einhellig als notwendig wahrgenommen. Es wurde aber auch klargestellt, dass es sich um Kernindikatoren handelt, die weiterentwickelt und in Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben getestet werden müssten.

Die Abschlussveranstaltung gab auch neue Impulse. So haben sowohl Prof.Dr. Hiltrud Nieberg, Leiterin des Thünen-Instituts für Betriebswirtschaft, als auch Urban Treutlein, Leiter der Abteilung Wald, Nachhaltigkeit, Fischerei und Nachwachsende Rohstoffe, auf die Notwendigkeit hingewiesen, das MinKriSet in die berufliche Ausbildung und in die Beratung zu integrieren.

Die Akzeptanz und die Glaubwürdigkeit des Sets bei den landwirtschaftlichen Betrieben wurde bei der abschließenden Podiumsdiskussion als entscheidende Voraussetzung für den langfristigen Erfolg des MinKriSets erachtet. DLG-Präsident Hubertus Paetow, Prof.Dr. Hiltrud Nieberg, Steffen Pingen (Deutscher Bauernverband), Jörg-Andreas Krüger (Naturschutzbund Deutschland), Xenia Brand (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) und Christian Mieles (Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels) diskutierten die Frage, wie das MinKritSet weiterentwickelt, erprobt und angewendet werden könne.

Link:

Mehr zum Projekt finden Sie unter folgendem Link.

Ansprechpersonen für das Projekt:

Elke Baranek
Institut für Betriebswirtschaft
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