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Die Messung von Tagesgängen der Kohlenstoffdioxid-Flüsse mit manuellen Hauben startet vor Sonnenaufgang (Großes Moor bei Gifhorn, 04:45 Uhr).
Die Messung von Tagesgängen der Kohlenstoffdioxid-Flüsse mit manuellen Hauben startet vor Sonnenaufgang (Großes Moor bei Gifhorn, 04:45 Uhr).
Institut für

AK Agrarklimaschutz

Projekt

EMSAfrica - Entscheidungsunterstützung für das Management von Ökosystemen des südlichen Afrikas in Zeiten des Klimawandels


Federführendes Institut AK Institut für Agrarklimaschutz

Eine der Eddy-Kovarianz Messstationen in Karoo, Ostkap, Südafrika
© Thünen-Institut/AK

EMSAfrica - Entscheidungsunterstützung für das Management von Ökosystemen des südlichen Afrikas in Zeiten des Klimawandels

Im interdisziplinären Forschungsprojekt EMSAfrica werden die Auswirkungen von Landnutzung und Klimawandel erforscht. Die Ergebnisse sollen Landnutzern aber auch politischen Entscheidungsträgern im südlichen Afrika dabei helfen, die vorhandenen Ökosysteme in Zeiten des Klimawandels nachhaltig zu bewirtschaften.

Hintergrund und Zielsetzung

Die Ökosysteme des südlichen Afrika sind sehr anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels. Neben steigenden Temperaturen, verändern sich in der Region die Niederschlagsmuster, außerdem nimmt die Häufigkeit von extremen Wetterphänomenen und Buschbränden zu. Erhöhte CO2-Werte in der Atmosphäre beeinflussen die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Pflanzengruppen. Gleichzeitig stehen die meisten Ökosysteme unter starken menschlichen Einflüssen durch Viehweide, Brennholzsammlung, Ackerbau, Urbanisierung und die Verbreitung eingeschleppter, invasiver Arten. Infolgedessen verändern sich die Ökosysteme im südlichen Afrika schnell - mit großen Auswirkungen auf die Biodiversität, aber auch das Leben der hier lebenden Menschen.  Die Komplexität der Wechselwirkungen zwischen Klima und Landschaftsmanagement erfordert einen interdiziplinären, wissenschaftlichen Ansatz, der Beobachtungen auf verschiedenen Skalen kombiniert.

Vorgehensweise

EMSAfrica ist ein Verbundprojekt mit insgesamt fünf deutschen und neun südafrikanischen Partnerinstitutionen. Das Thünen-Institut für Agrarklimaschutz koordiniert den Forschungsverbund und führt eigene Forschungsartbeiten durch. Die Projektergebnisse sollen dem verbesserten Management von Savannen-Ökosystemen dienen.

Daten und Methoden

  1. Aufbau von Infrastruktur und Modellierungsinstrumenten zur Abschätzung der Kohlenstoffbilanz von südafrikanischen Ökosystemen.
  2. Bewertung der potenziellen Auswirkungen des Klimawandels auf die Biodiversität und die Ökosysteme.
  3. Einbringen der Ergebnisse zu Emissionsminderung, Anpassung an den Klimawandel und klimaresistente Landnutzung in Prozesse zur Entscheidungsfindung.
  4. Trainings und Ausbildungsangebote zum Aufbau der nötigen lokalen Kapazität, um den Betrieb der Forschungsinfrastrukturen nachhaltig zu gewährleisten und zu nutzen.

Links und Downloads

https://www.emsafrica.org/

Beteiligte externe Thünen-Partner

Geldgeber

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

11.2018 - 9.2022

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektfördernummer: 01LL1801E
Förderprogramm: BMBF - Forschung für nachhaltige Entwicklung: SPACES - Forschungspartnerschaften zur Anpassung komplexer Prozesse im System Erde in der Region Südliches Afrika
Projektstatus: läuft

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