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Die Messung von Tagesgängen der Kohlenstoffdioxid-Flüsse mit manuellen Hauben startet vor Sonnenaufgang (Großes Moor bei Gifhorn, 04:45 Uhr).
Die Messung von Tagesgängen der Kohlenstoffdioxid-Flüsse mit manuellen Hauben startet vor Sonnenaufgang (Großes Moor bei Gifhorn, 04:45 Uhr).
Institut für

AK Agrarklimaschutz

Projekt

Anwendungsorientierte Modellierung des Kohlenstoffhaushalts von organischen Böden


Federführendes Institut AK Institut für Agrarklimaschutz

Kohlenstoffverluste durch Oxidation aus organischen Böden werden modelliert und mit bestehenden Messwerten validiert um eine modellgestützte Bilanzierung ermöglichen.
© Thünen-Institut/AK

Anwendungsorientierte Modellierung des Kohlenstoffhaushalts von organischen Böden

Wie können THG-Emissionen aus organischen Böden deutschlandweit abgeschätzt werden und so auf aktueller Datengrundlage in die Emissionsberichtestattung und die Bewertung von Klimaschutzmaßnahmen einfließen?

Hintergrund und Zielsetzung

Das Projekt „Anwendungsorientierte Modellierung des Kohlenstoffhaushalts von organischen Böden" (ACMOSS) zielt darauf ab, bestehende Modelle zur Berechnung von Treibhausgasemissionen aus Böden um den komplexen Wasserhaushalt organischer Böden zu erweitern und die Anwendung auf großen Skalenebenen zu erproben. Synthesearbeiten aus Messung und Modellierung werden Grundlagen für die wissenschaftsbasierte Bewertung von Landnutzungsstrategien und Emissionsminderungsmaßnahmen liefern und das Emissionsinventar verbessern.

Vorgehensweise

In diesem Projekte werden bestehende Emissionsmodelle sowie bodenhydraulische Modelle für ihre Anwendbarkeit auf organischen Böden verglichen und die Regionalisierbarkeit bewertet. Dazu werden bestehende Messdaten aus vergangenen Arbeiten verwendet.

Ergebnisse

Unsere Ergebnisse zeigen, das der Wasserhaushalt die wichtigste Kenngröße für die Abschätzung der Treibhausgasemissionen organischer Böden darstellt. Dies gilt nicht nur für Einzelstandorte, sondern auch auf großer Skala. Die präzise Beschreibung hydrologischer Prozesse organischer Böden gelingt nur mit dafür ausgelegten Modellen, die umfangreichere Parametrisierungen benötigen als dies bei Minaralböden der Fall ist. Dies ist besonders relevant für Prozesse bei Wiedervernässungsmaßnahmen und deren Erfolgsabschätzung.

Der nötige Parameterumfang ist in derzeitigen Regionalisierungsansätzen nicht implementiert. Daher sollten zukünftige Arbeiten die flächenhafte Integration bestehender Parameter-Datenbanken aus der bodenhydrologischen Modellierung in Regionalisierungsansätze zum Ziel haben, um die Emissionsberichterstattung für organische Böden zu verbessern.

Zeitraum

2.2018 - 1.2022

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: abgeschlossen

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