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Regionale Forschungswerkstätten Ackerbau

Projekt

Felderlandschaft mit Trecker und Bäumen (c) Thünen-Institut/Michael Welling
(© Thünen-Institut/Michael Welling)

Regionale Forschungswerkstätten für einen zukunftsfähigen Ackerbau

Ackerbauern stehen vor großen Herausforderungen: Auf der einen Seite kämpfen sie mit Resistenzproblemen, dem Verlust von Pflanzenschutzmitteln und neuen Düngevorschriften; auf der anderen Seite mit Artenschwund und Biodiversitätsverlust in der Agrarlandschaft. Wie Landwirte konstruktiv mit diesen Problemen umgehen können, darum geht es in diesem Projekt.

Hintergrund und Zielsetzung

Wie können Produktionssysteme im Ackerbau so weiterentwickelt werden, dass sie sich positiv auf die Biodiversität auswirken? Diese Frage treibt viele konventionelle Landwirte um. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass die Landwirte oder die Industrie die neuen Systeme erfolgreich implementieren werden. Einzelnen Landwirten fehlen hierzu die Ressourcen, und die Industrie wird vornehmlich dort unterstützen, wo sie ihre Produkte verkaufen kann. Daher muss die Wissenschaft die Landwirtschaft bei der Einführung begleiten. Dies soll mithilfe von Betriebsnetzwerken, sogenannten regionalen Forschungswerkstätten, gelingen. Das Konzept hierfür erarbeiten wir im Verlauf des Projektes.

Zu vielen Einzelfragen neuer Anbausysteme liegen bereits Versuchsergebnisse vor. In diesem Projekt sollen verschiedene Systeme wie z.B. erweiterte Fruchtfolgen, mehr mechanische Unkrautbekämpfung, neue Technologien und andere Anbaustrukturen wie Streifensysteme in den praktischen Ackerbau integriert werden.

Die Partner in den regionalen Forschungswerkstätten entwickeln Ideen für neue Anbausysteme und testen diese im Folgeprojekt in der Praxis.

Vorgehensweise

Im Rahmen des Projektes konzipieren wir regionale Forschungswerkstätten. In diesen sollen Forscher, Berater und Landwirte zusammenarbeiten und neue Elemente in den regionalen Ackerbau integrieren. Wichtige Aspekte dieser neuen Verfahren sind Praxistauglichkeit und Wirtschaftlichkeit.

Zunächst analysieren und evaluieren wir bestehende Betriebsnetzwerke, um Eckpunkte für das Konzept der regionalen Forschungswerkstätten festlegen zu können. Das Konzept wird neben der inhaltlichen und organisatorischen Struktur aus beispielhaften Berechnungen zum Finanzbedarf bestehen. Im weiteren Verlauf wird ein Projektplan erstellt, der in einen Projektantrag für die regionalen Forschungswerkstätten münden soll.

Daten und Methoden

Bestehende Praxisnetzwerke analysieren wir anhand der vorliegenden Literatur und mithilfe von Experten-Gesprächen. Des Weiteren werden wir Workshops organisieren, in denen verschiedene Fragestellungen zu den Forschungswerkstätten diskutiert werden sollen.

Unsere Forschungsfragen

Folgende Forschungsfragen beschreiben zentrale Bestandteile des Projektes:

  • Wie sind regionale Forschungswerkstätten zu organisieren, damit Landwirte langfristig daran teilnehmen?
  • Wie hoch ist der Finanzbedarf für derartige Forschungswerkstätten, und wie kann eine Finanzierung aussehen?
  • Wer sind mögliche Partner für die Umsetzung des Konzeptes?
  • Wie können neue Anbausysteme hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Biodiversität beurteilt werden?
  • Wie können die Ergebnisse aus den Forschungswerkstätten effizient in der landwirtschaftlichen Praxis implementiert werden?

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

11.2019 - 11.2022

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft