Stellvertretende Institutsleitung

Sekretariat

Annette Pontillo
Institut für Ökologischen Landbau

Trenthorst 32
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Mobiles Broiler ForschungsZentrum (MBFZ)

Projekt

 (c)

Ein maßgeschneidertes mobiles Haltungssystem für die Hühnerforschung

Für die Beantwortung von Forschungsfragen zur Fütterung und Herkunft von Hühnern wurde am Thünen-Institut für Ökologischen Landbau ein spezielles Haltungssystem in Eigenregie entwickelt und gebaut.

Hintergrund und Zielsetzung

Hühner werden in der Praxis üblicherweise in großen Beständen von 100en oder 1.000en Tieren gehalten. Für die Forschung hingegen sind viele kleinere Tiergruppen vorteilhafter, da die Erhebung der Daten exakter erfolgen kann. Einerseits vereinfachen kleinere Gruppen durch ihre Übersichtlichkeit die Kontrolle der Tiere. Andererseits können  Parameter wie Futteraufnahme und Legeleistung nur auf Gruppenbasis erhoben werden, weshalb zur Absicherung von Ergebnissen mehrere Gruppen je Versuchsvariante benötigt werden. Für Versuche unter ökologischen Haltungsbedingungen kommt noch hinzu, dass allen Tieren Zugang zu Grünauslauf gewährt werden muss. Diesen für viele kleine Hühnergruppen anzubieten stellt eine Herausforderung dar.

Unser Ziel war es daher, ein Haltungssystem für Versuche zum Vergleich von Fütterungsvarianten und Hühner-Herkünften speziell für den Einsatz unter ökologischen Haltungsbedingungen zu entwickeln.

Vorgehensweise

Im Winter 2015/2016 begannen die Vorbereitungen und Planungen, und im Frühjahr 2016 baute die Werkstatt des Thünen-Instituts für Ökologischen Landbau in Trenthorst nach Plänen von Ralf Bussemas die ersten beiden Einheiten des Mobilen Broiler ForschungsZentrums, kurz MBFZ. Neben den oben genannten Anforderungen der vielen, kleinen Gruppen und der Möglichkeit allen Gruppen vergleichbaren Grünauslauf bieten zu können, sollte das MBFZ auch leicht versetzbar und gut zu reinigen sein.

Vorläufige Ergebnisse

In seiner mittlerweile fertiggestellten Vollversion besteht das MBFZ aus vier Einheiten, wobei in jeder Einheit vier Gruppen von je 20 Masthühnern, oder 2 Gruppen von je 20 Legehennen untergebracht werden können. Jede Gruppe wird separat gefüttert und hat Zugang zu ihrem eigenen Auslauf. Zum Schutz der Tiere vor Prädatoren und als Vorbeugung einer Vermischung der Versuchsgruppen sind die Ausläufe dicht umzäunt und komplett übernetzt. Ist ein Versuch abgeschlossen, wird das MBFZ abtransportiert, teilweise zerlegt, gereinigt und an einem neuen Standort wieder aufgebaut. So können hygienische Probleme und mögliche Nachwirkungen eines Versuchs auf den nächsten vermieden werden, und in jedem Durchgang steht unverbrauchter, frischer Grünauslauf zur Verfügung.

Zum ersten Mal zum Einsatz kam das MBFZ im Projekt „Hühnermast Futterstruktur“, in dem der Effekt von schrotförmigen versus pelletiertem Futter bei zusätzlicher Vorlage von gekeimtem Weizen für Masthühner getestet wurde.

Seit 2017 werden im MBFZ sowohl die Hühnermastversuche als auch die Versuche mit Legehennen aus dem BÖLN-Projekt „Behandelte Saatwickenkörner für Monogastrier“  durchgeführt. Für die Unterbringung von Legehennen waren einige Adaptierungen notwendig.

Links und Downloads

www.thuenen.de/de/ol/projekte/systeme-der-gefluegelhaltung/huehnermast-futterstruktur/

www.thuenen.de/de/ol/projekte/systeme-der-gefluegelhaltung/behandelte-saatwickenkoerner-fuer-monogastrier/

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

1.2016 - 12.2019

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft