Stellvertretende Institutsleitung

Sekretariat

Kerstin Martens
Institut für Betriebswirtschaft

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Optimierung der Stickstoffdüngung im Freilandgemüseanbau

Projekt

Optimierung Stickstoffdünung (c) Thünen-Institut
(© Thünen-Institut)

Modell- und Demonstrationsvorhaben: Optimierung der Stickstoff-Düngung im Freilandgemüsebau
Teilvorhaben: Ökonomische Begleitforschung

Welche Innovationen in der Stickstoffdüngung sind unter der novellierten Düngeverordnung für Gemüseproduzenten sinnvoll um eine nachhaltige und rentable Produktion zu gewährleisten und die Gefahr der Nitratauswaschung zu verringern?

Hintergrund und Zielsetzung

Innovative Düngestrategien können die Nährstoffeffizienz erhöhen und die Gefahr von Nitratauswaschungen minimieren. Somit haben sie für die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit von Gemüsebaubetrieben eine hohe Relevanz. Ziel des Projektes ist es, innovative Düngestrategien auf ihre Anwendbarkeit unter ökonomischen Gesichtspunkten und in Hinblick auf die zu erwartenden Anforderungen durch die Novellierung der Düngeverordnung zu evaluieren. 

Zielgruppe

Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter von Gemüsebaubetrieben

Beraterinnen und Berater

Politik

Wissenschaft

 

Vorgehensweise

In drei ausgewählten gemüsebaulich geprägten Regionen Deutschlands - die Pfalz, das Knoblauchsland und die Region Niederrhein - werden durch die Projektpartner Innovationen in der Stickstoffdüngung auf Projektbetrieben über einen Zeitraum von drei Jahren erprobt. Die ökonomische Begleitforschung durch das Thünen-Institut für Betriebswirtschaft bewertet direkte und indirekte Kosten der verschiedenen Düngestrategien und identifiziert effiziente Strategien. Dabei werden regionale und kulturspezifische Besonderheiten sowie unterschiedliche Betriebsstrukturen berücksichtigt. Auch auf das Risiko hinsichtlich der Menge und Qualität der Ernte wird eingegangen. Die Ergebnisse werden projektbegleitend in Workshops mit Beratern und Betriebsleitern diskutiert und wenn nötig Anpassungen im Projektverlauf vorgenommen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die erarbeiteten Düngestrategien praxistauglich sind und eine breite Akzeptanz erreichen.

Daten und Methoden

Die ökonomische Bewertung der Düngeinnovationen findet auf Grundlage von
 15 ausgewählten beispielhaften Produktionssystemen statt. Es wird mit dem Ansatz der "typischen Produktionssysteme" gearbeitet. Dabei werden keine einzelbetrieblichen Daten verwendet sondern Modelle erarbeitet, die die Produktion mit Preisen, Mengen und den Produktionsverfahren abbilden. Die Modelle beziehen sich jeweils auf verschiedene Regionen, Kulturen und Betriebstypen. Daten für die typischen Produktionssysteme werden aus Expertengesprächen mit Betriebsleiter/innen, Berater/innen, Buchführungs- und Schlagkarteidaten, Statistiken und der Literatur zusammengestellt. Anschließend werden sie in Gruppendiskussionen mit Expert/innen validiert und ggf. angepasst und bilden dann das Referenzszenario für weitere Analysen.  Auf dieser Grundlage können anhand der im Projekt gewonnenen Erkenntnisse Szenarien für die erprobten Düngestrategien definiert und analysiert werden. Der Ansatz der typischen Betriebe abstrahiert daher von Einzelfällen und ermöglicht somit eine größere Allgemeingültigkeit und Flexibilität der Analyse.  In einem weiteren Schritt wird eine Risikoanalyse auf Grundlage der erarbeiteten Szenarien durchgeführt.

Vorläufige Ergebnisse

Erste Ergebnisse liegen im 1. Quartal 2017 vor.

Links und Downloads

moden.igzev.de/de/

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner

  • Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
    (Bonn, Deutschland)
  • Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth
    (Fürth, Deutschland)
  • Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz
    (Neustadt an der Weinstrasse, Deutschland)
  • Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau
    (Großbeeren, Deutschland)

Geldgeber

  • Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

4.2016 - 12.2019

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft