Federführendes Institut
Themenfelder

Institutsleitung

Stellvertretende Institutsleitung

Sekretariat

Hanne Schmidt-Przebierala
Institut für Agrarklimaschutz

Bundesallee 65
38116 Braunschweig
Telefon: +49 531 596 2601
Fax: +49 531 596 2699
ak@thuenen.de


FORESTFLUX

Projekt

Blick vom Boden zur 30 m Plattform (c) Thünen-Institut/Jeremy Smith
Blick vom Boden zur 30 m Plattform (© Thünen-Institut/Jeremy Smith)

FORESTFLUX - Verbesserung der Beurteilungsinstrumente für Politikberatung und Vollzug durch standörtliche Validierung der Modellierung atmosphärischer Schadstoffeinträge

Die Landwirtschaft in Deutschland verursacht mehr als 90 % der nationalen Ammoniak-Emission. Klar ist: Künftig muss es weniger werden. Die Datengrundlage für die Bestimmung der Emissionen sowie des Weitertransports und der Deposition ist allerdings lückenhaft und mit großen Unsicherheiten behaftet.

Messturm im Nationalpark Bayerischer Wald
Messturm im Nationalpark Bayerischer Wald (© Thünen-Institut/Jeremy Smith)

Hintergrund und Zielsetzung

Wie viel Ammoniak z.B. bei der Ausbringung von Mineraldünger entsteht und an anderer Stelle wieder deponiert wird, dazu gibt es bislang nur wenige Messungen. Um die Datengrundlage zu verbessern, entwickelt und nutzt das Thünen-Institut für Agrarklimaschutz eine neue Messtechnik für die Bestimmung der Ammoniak- und Gesamtstickstoffbelastung. Innovative Lasertechnologie sowie der am Institut weiterentwickelte TRANC-Konverter werden im Projekt FORESTFLUX an einem repräsentativen Waldstandort eingesetzt. Die gemessenen Stickstoffkonzentrationen und Austauschflüsse dienen zur Validierung lokaler und regionaler Eintragsmodelle. So können wir existierende Unsicherheiten eingrenzen und die Eingangsparameter für die Modelle verbessern. Ein weiteres Ziel ist es, die in Kombination von Messung und Modellierung gewonnenen Erkenntnisse auf andere Waldökosysteme zu übertragen. Dazu führen wir auch einen Vergleich mit herkömmlichen Schätzmethoden des Stickstoffeintrags, wie beispielsweise der Kronenraumbilanzierung, durch.

Vorgehensweise

Ein Team aus wissenschaftlichen und technischen Mitarbeitern des Thünen-Instituts für Agrarklimaschutz und der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald führt am Standort Forellenbach kontinuierliche Konzentrationsmessungen von Ammoniak und Gesamtstickstoff durch und bestimmt die Austauschraten zwischen Waldökosystem und Atmosphäre. Die Analyse biophysikalischer Steuerfaktoren der Stickstoffflüsse dient der Verbesserung des Ökosystemverständnisses. Die erhobene Datengrundlage verwenden wir als Modellinput und zur Ableitung ökosystemspezifischer Parameter. Die Eintragsmodelle sollen auf lokaler, regionaler und nationaler Skala den Austausch verschiedener Stickstoffverbindungen abbilden und somit bei der Beurteilung von Umweltqualitätszielen helfen.

Ausleger am Turm mit Anemometer, TRANC, CO2-Analysator und Ammoniak-Inlet-Box
Ausleger am Turm mit Anemometer, TRANC, CO2-Analysator und Ammoniak-Inlet-Box (© Thünen-Institut/Jeremy Smith)
Messausrüstung auf der 30 m Plattform
Messausrüstung auf der 30 m Plattform (© Thünen-Institut/Jeremy Smith)

Vorläufige Ergebnisse

Ein Blick auf die ersten Messdaten zeigt eine sehr niedrige Ammoniakbelastung am Waldstandort. Jedoch deuten stark schwankende Konzentrationen des Gesamtstickstoffs auf eine wetterbedingte Stickoxidpräsenz durch nahegelegene Industrieanlagen hin.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner

  • TNO
    (Delft, Niederlande)

Geldgeber

  • Umweltbundesamt (UBA)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

10.2015 - 11.2018

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektfördernummer: 3715 51 211 0
Projektstatus: läuft

Blick vom Turm über den Bayerischen Wald
Blick vom Turm über den Bayerischen Wald (© Thünen-Institut/Jeremy Smith)

Publikationen

Anzahl der Datensätze: 0