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Terms of Trade Ackerbau und Rindermast

Projekt

Wechselkurse sind nur ein Element mit Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit (c) Thünen-Institut/Claus Deblitz
Wechselkurse sind nur ein Element mit Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit (© Thünen-Institut/Claus Deblitz)

Entwicklung der Terms of Trade für EU-Betriebe mit Acker- und Rindfleischproduktion im Vergleich zu den wichtigsten Drittländern

Folgen die Preise den Kosten?

Hintergrund und Zielsetzung

Umfang und Struktur des globalen Angebots haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert, Schwankungen von Input- und Outputpreisen haben deutlich zugenommen. Mit unserem Projekt untersuchen wir, wie sich ausgesuchte Betriebe mit Ackerbau, Mutterkuhhaltung und Rindermast entwickeln. Lässt sich ein Anstieg der Produktpreise auf entsprechend angestiegene Inputpreise zurückführen? Wenn ja, trifft diese Entwicklung EU-Betriebe stärker als Betriebe in Drittländern?

Vorgehensweise

Unser Projekt analysiert den Ackerbau und die Rindfleischproduktion. Die Gründe hierfür sind a) die Bedeutung des Ackerbaus für die EU-Landwirtschaft, b) der bestehende hohe Außenschutz bei Rindfleisch Im Ackerbau analysieren wir anhand verschiedener Szenarien, wie sich die Preise entwickeln. Als Referenzszenario verwenden wir die Kostenstrukturen des Jahres 2011. Im Bereich Rindfleisch nutzen wir die Daten identischer Betriebe des agri benchmark Netzwerkes für eine Zeitreihenanalyse.

Daten und Methoden

Unsere Datengrundlage: Produktions- und Preisstatistiken sowie die Daten typischer Betriebe aus dem agri benchmark-Netzwerk.

Ergebnisse

Im Raps- und Weizenabau sind die Preise für Düngemittel und Energie gestiegen. Damit erhöhten sich auch die Vollkosten (ohne Land) um 20 bis 30 %. Gleichzeitig stiegen die Preise für Raps und Weizen um etwa 150 %, ihr Anbau ist also deutlich rentabler geworden. Es ist also davon auszugehen, dass Preissteigerungen weniger auf steigende Kosten als auf steigende Nachfrage zurückzuführen sind.
In der Rindermast sind steigende Kosten und Produktpreise in Ländern, die nicht Mitglied der EU sind – wie Argentinien, Brasilien und China –, deutlicher ausgeprägt als in der EU. Steigende Nachfrage, Nutzviehpreise, Futtermittelpreise sowie Wechselkurseffekte sind die wichtigsten Ursachen dieser Entwicklung. Der Einfluss steigender Futtermittelpreise hängt vom Anteil der Futterkosten an den Gesamtkosten ab und liegt je nach Produktionssystem zwischen 25 und 50 %. In den meisten Fällen hat sich die Rentabilität nicht verschlechtert. EU-Betriebe sind allerdings weniger rentabel als Betriebe außerhalb der EU. Diese Situation hat sich auch in den vergangenen Jahren mit den gestiegenen Preisen nicht verändert.

Thünen-Ansprechpartner


Zeitraum

5.2011 - 4.2012

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: abgeschlossen

Publikationen zum Projekt

Anzahl der Datensätze: 1

  1. Deblitz C, Zimmer Y (2012) Increasing cost of production - effects on commodity prices and the EU competitiveness : a global study based on agri benchmark data ; study on behalf of DG Agri. Braunschweig: agri benchmark ; vTI, 34 p
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