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Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie

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Holzverwendung im Bauwesen

Projekt

 (c) Markus Dög

Analyse der Nachfrage nach Holzprodukten im Bauwesen

Die stoffliche Verwendung von Holz hat sowohl im Hinblick auf die Speicherung von CO2 als auch hinsichtlich der Substitution anderer Güter und der Wertschöpfung eine große Bedeutung. Für die Verwendung von Holz spielt das Bauwesen seit jeher eine beträchtliche Rolle. Die Untersuchung gibt Aufschluss über die aktuelle Nachfrage von Holzprodukten im Bauwesen.

Hintergrund und Zielsetzung

Eine Steigerung der Holznutzung ist das übergeordnete Ziel des von der Bundesregierung im Jahr 2004 initiierten Programms „Charta für Holz“. Innerhalb von zehn Jahren soll der Pro-Kopf-Verbrauch von Holz und Holzprodukten aus nachhaltiger Erzeugung in Deutschland um 20 Prozent gesteigert werden. Nach aktuellem Stand ist dieses Ziel nahezu erreicht. Allerdings basiert diese Steigerung im Wesentlichen auf dem Wachstum der energetischen Holzverwendung. Der Anstieg der stofflichen Holzverwendung liegt deutlich unter dem Zielwert von 20 Prozent. Da das Bauwesen eine wesentliche Größe der stofflichen Holzverwendung ist, führen wir eine umfassende Analyse der Nachfrage nach Holzprodukten in diesem Verwendungsbereich durch.

Vorgehensweise

Anhand einer umfassenden empirischen Untersuchung wird die aktuelle Marktsituation zur Holzverwendung im Bauwesen dargestellt. Ergänzend untersuchen wir im Rahmen einer statistischen Analyse Substitutionsbeziehungen zwischen verschiedenen Baustoffen.

Daten und Methoden

Datengrundlage für die Marktuntersuchung sind Primärerhebungen und Sekundärstatistiken sowie Daten der amtlichen Statistik. Für die Analyse der Substitutionsbeziehungen werden Kreuzpreiselastizitäten auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes und anderer verfügbarer Statistiken berechnet.

Ergebnisse

Für das Jahr 2012 konnte im Hochbau eine Holzverwendung von ca. 13.1 Mio. m³(s) ermittelt werden. Davon entfallen ca. 64% auf die Modernisierung und ca. 36% auf den Neubau. Das Bauwesen ist damit nach wie vor der wichtigste stoffliche Holzverwendungsbereich.

Die Analyse der Substitutionsbeziehungen zeigt, dass sich die Einflussfaktoren bezüglich der Baustoffwahl im Wohnbau und Nichtwohnbau deutlich unterscheiden. Die Berechnung von Preiselastizitäten der Nachfrage im Wohnbau ist aufgrund der Datenlage nicht möglich. Es bestätigt sich, dass der Preis keinen signifikanten Einfluss auf die Nachfrage hat und andere, oftmals subjektive Faktoren wichtiger sind. Die geschätzten Preiselastizitäten der Nachfrage im Nichtwohnbau sind hingegen in ihrer Größenordnung und ihrem Vorzeichen plausibel. Höhere Preise für Holzgebäude führen zu einer Verringerung der Holzbauquote. Steigt beispielsweise der Preis für Gebäude in Holzbauweise im Nichtwohnbau um 1%, so sinkt die Holzbauquote um ca. 0,92% (entspricht ca. 0,07%-Punkten im Jahr 2012) bei gleichzeitiger Zunahme der anderen Baustoffquoten um 0,07% (entspricht ca. 0,07%-Punkten im Jahr 2012).

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

9.2012 - 12.2016

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: abgeschlossen

Publikationen

Anzahl der Datensätze: 12

  1. Jochem DI, Janzen N, Weimar H (2016) Estimation of own and cross price elasticities of demand for wood-based products and associated substitutes in the German construction sector. J Cleaner Prod 137:1216-1227, DOI:10.1016/j.jclepro.2016.07.165
  2. Dederich L (2013) Baurechtliche Hemmnisse und Ansatzpunkte zur Überwindung. Thünen Rep 9:141-262
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 1571 KB
  3. Weimar H, Jochem DI (2013) Das Bauwesen - Zugpferd der Holzverwendung. In: 13. Holzbauforum: Praktische und Innovative Lösungskonzepte aus der Normung : Tagungsband der DIN-Tagung am 17. April 2013, Leipzig 2013. Berlin; Wien; Zürich: Beuth, pp 1-11
  4. Mantau U, Dederich L, Filippi M, Jochem DI, Dieter M, Weimar H (2013) Das Bauwesen als Zugpferd der Holzverwendung - Resümee zur Marktstudie Holzverwendung im Bauwesen. Thünen Rep 9:341-348
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 370 KB
  5. Weimar H, Jochem DI (2013) Das Bauwesen – Zugpferd der Holzverwendung. In: forum-holzbau (ed) Internationales Holzbau-Forum Garmisch Partenkirchen (IHF 2013) : Aus der Praxis - Für die Praxis, Band II, 05. und 06. Dezember 2013. pp 3-11
  6. Mantau U, Döring P, Hiller D (2013) Holzeinsatz im Bauwesen - Verwendungsstrukturen nach Gebäuden und Gewerken. Thünen Rep 9:1-69
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 1001 KB
  7. Weimar H, Jochem DI (eds) (2013) Holzverwendung im Bauwesen - Eine Marktstudie im Rahmen der "Charta für Holz". Hamburg: Johann Heinrich von Thünen-Institut, 356 p, Thünen Rep 9, DOI:10.3220/REP_9_2013
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 5946 KB
  8. Filippi M (2013) Innenentwicklung von Städten als Marktperspektive für die Holzverwendung. Thünen Rep 9:263-288
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 1118 KB
  9. Mantau U, Kaiser C (2013) Konjunkturelle Entwicklungen im Bauwesen und künftige Marktchancen im Holzbau. Thünen Rep 9:93-119
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 487 KB
  10. Filippi M (2013) Marketingaspekte der Holzverwendung im Bauwesen. Thünen Rep 9:289-339
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 926 KB
  11. Kaiser C, Mantau U (2013) Regionale Schwerpunkte der Holzverwendung. Thünen Rep 9:71-92
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 1902 KB
  12. Jochem DI (2013) Wettbewerb und preisliche Relationen von Baustoffen und Bauleistungen. Thünen Rep 9:121-139
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 607 KB