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Bioökonomie-Monitoring in Uruguay

Projekt

 (c) Paola Pozo Inofuentes

Monitoring der Nachhaltigkeit der Bioökonomie Uruguays

Welche Bedeutung hat die Bioökonomie in Uruguay und welche Nachhaltigkeitseffekte sind mit ihr verbunden? Um diese Fragen zu beantworten, entwickeln wir ein umfassendes Monitoringkonzept.

Hintergrund und Zielsetzung

Forschung und Innovation in den biologischen Wissenschaften, Technologie und Digitalisierung schreiten rasant voran. Wie andere Länder auch, will Uruguay diese Entwicklungen nutzen, indem es Maßnahmen ergreift, die den Übergang von einer fossilen Wirtschaft hin zu einer nachhaltigeren Bioökonomie unterstützen.

Um zu verstehen, wie die uruguayische Bioökonomie strukturiert ist, wie nachhaltig sie ist und wie sie sich in Zukunft entwickeln wird, erarbeiten wir in enger Zusammenarbeit mit der FAO und dem Ministerio de Ganadería, Agricultura y Pesca ein Bioökonomie-Monitoringsystem. Dieses beruht auf unserem Ansatz für ein systematisches Monitoring der deutschen Bioökonomie. Es hat zum Ziel, die wesentlichen biobasierten Materialflüsse und ihre jeweiligen Nachhaltigkeitseffekte sowie die sektorale Bedeutung der Bioökonomie zu erfassen.

Durch Anpassung und Verfeinerung unseres Monitoringansatzes an die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen Uruguays kann das Projekt als Beispiel für die Synchronisierung von Monitoringaktivitäten in unterschiedlichen Ländern dienen.

Vorgehensweise

Im Hinblick auf die Entwicklung eines materialflussbasierten Monitorings verfolgen wir in enger Zusammenarbeit mit uruguayischen Stakeholdern einen schrittweisen Ansatz:

  • Definition der Monitoringziele und Systemgrenzen
  • Identifikation relevanter biobasierter Materialflüsse und deren Leitprodukte
  • Identifikation relevanter Nachhaltigkeitseffekte der Materialflüsse
  • Auswahl von Indikatoren zur Quantifizierung der relevanten Nachhaltigkeitseffekte
  • Quantifizierung der relevanten Nachhaltigkeitsindikatoren

Mit dieser Vorgehensweise kann ein umfassender Überblick über die Bedeutung der verschiedenen biobasierten Wertschöpfungsketten und die damit verbundenen Nachhaltigkeitseffekte gewonnen werden. Es können Nachhaltigkeits-Hotspots identifiziert, Veränderungen über die Zeit dargestellt, Nachhaltigkeitseffekte fossiler Substitute verglichen werden und Informationen für Länder bereitgestellt werden, die biobasierte Produkte aus Uruguay importieren.

Was die Entwicklung des sektoralen Monitorings der Bioökonomie betrifft, so verfolgen wir einen ähnlichen schrittweisen Ansatz:

  • Definition der Monitoringziele und Systemgrenzen
  • Identifikation der Wirtschaftszweige, die zur Bioökonomie zählen
  • Ermittlung des Anteils der Bioökonomie in den verschiedenen Wirtschaftszweigen
  • Identifikation relevanter Nachhaltigkeitseffekte der gesamten Bioökonomie
  • Auswahl von Indikatoren zur Quantifizierung der relevanten Nachhaltigkeitseffekte
  • Quantifizierung relevanter Nachhaltigkeitseffekte

Diese Vorgehensweise erlaubt es, einen Überblick über die Bedeutung der Bioökonomie und ihre Nachhaltigkeitseffekte auf nationaler Ebene zu gewinnen. Auf dieser Grundlage ist es möglich, die Entwicklung der Bioökonomie im Laufe der Zeit zu verfolgen und die Fortschritte im Hinblick auf die vereinbarten Monitoringziele oder andere Benchmarks festzuhalten/zu erfassen.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner

  • Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO)
    (Rom, Italien)
  • Ministerio de Ganadería, Agricultura y Pesca
    (Montevideo, Uruguay)
  • Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO)
    (Montevideo, Uruguay)

Geldgeber

  • Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO)
    (international, öffentlich)

Zeitraum

7.2020 - 12.2021

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft