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Solea, 858. Reise

Dauer der Reise: 19. bis 28. Januar 2026

Fahrtgebiet: Ostsee

Zweck der Reise:  Fangtechnik

Diese Fahrt wird zum Thema Fischereitechnologie mit Schwerpunkt auf der Selektivität von Schleppnetzen durchgeführt. Dafür werden Versuche mit dem innovativen Selektionssystem ORCA (Outflow-diverted, Roofless-Codend Assembly) durchgeführt, das für die Schleppnetzfischerei auf Plattfische in der Ostsee entwickelt wurde.

Ziel ist es, die Trennung der Arten, die Größenselektion und die kommerzielle Verwertbarkeit zu optimieren, um eine bessere Übereinstimmung mit der Gemeinsamen Fischereipolitik der Europäischen Union und der Anlandeverpflichtung zu erreichen. Gleichzeitig sollen der Fangwert und das Fischwohl optimiert und Schäden an unerwünschten Arten minimiert werden.

Die Fischereiversuche werden in den ICES-Untergebieten 24 und 25 in deutschen und dänischen Gewässern der Ostsee durchgeführt. Die Fischfänge werden opportunistisch verteilt und zielen auf eine Mischung aus Plattfischarten und Kabeljau ab. Die Daten zur Selektivität der Fänge werden mit einem Doppelfanggerät (Doppelrumpfschleppnetz) erhoben, aber je nach Qualität der gesammelten Daten kann die wissenschaftliche Crew beschließen, auf die Cover-Codend-Methode umzusteigen.

Hierbei befindet sich ein Fangkorb (Cover) über dem eigentlichen Fangteil (Codend). Fische, die durch die Maschen des Codends entkommen, werden im äußeren Cover gefangen. Dadurch kann ermittelt werden, wie groß ein Fisch mindestens sein muss, um zurückgehalten zu werden.

Die Fahrt stellt einen weiteren Meilenstein in der langjährigen und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen dem Thünen-Institut für Ostseefischerei (Thünen-OF) und der Dänischen Technischen Universität / Nationales Institut für Aquatische Ressourcen (DTU-Aqua) bei der Entwicklung von Technologien dar, die zur Erholung der Ostseedorschbestände beitragen können.

Wissenschaftliche Fahrtleitung:

Dr. Juan Santos
Telefon
+49 381 66099 138
juan.santos@thuenen.de
Institut für Ostseefischerei
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