Dana Heinemann
Mittlerin zwischen Informatik und Information

Die Frau mit den rosa Katzenohren auf den Kopfhörern kennt wohl jede*r am Thünen-Institut: Wenn es auf der Website hakt, weiß Dana Heinemann, wo der Haken fehlt. Sie ist die Herrin des Redaktionssystems und oft genug Retterin in der Not, eine Mittlerin zwischen Informatik und Information.
Dabei wollte die Wolfsburgerin ursprünglich Bücher katalogisieren und verwalten. Und weil sie sich für Naturwissenschaften begeistert, war die Bibliothek eines Forschungsinstituts genau der richtige Arbeitsplatz. Doch schon während ihrer Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste zeichnete sich ab, dass das Bibliothekswesen zum Sprung ins digitale Zeitalter ansetzen musste. Zudem endete Heinemanns Ausbildung just zu dem Zeitpunkt, als das Thünen-Institut gegründet und damit ein neuer Internetauftritt fällig wurde. Sie wechselte in den IT-Bereich. Seither schult sie die Webredakteurinnen und -redakteure und sorgt unter anderem für die Barrierefreiheit der Website – alles online. „Manchmal fehlt mir der Publikumsverkehr“, sagt Dana Heinemann. „Aber theoretisch können mich jeden Tag 100 Webredakteurinnen und -redakteure anrufen.“
Wichtig ist ihr, dass sie sich trotz des immer gleichen Arbeitgebers weiterentwickeln kann. So hat sie berufsbegleitend Medienwissenschaften und Kommunikationsdesign studiert. Den inzwischen zweiten Relaunch der Website hat sie als Projektmanagerin gesteuert. Vieles von dem, was sie kann, hat sie sich jedoch selbst und über den Fachaustausch in Foren beigebracht. „Ich schätze die gestalterischen Freiräume und die Flexibilität des Forschungsbetriebes“, sagt sie.
In der IT-Branche ist Dana Heinemann noch immer eine Ausnahme: Nur knapp 17 Prozent der Jobs werden in Deutschland von Frauen besetzt. Damit liegt unser Land im Mittelfeld der OECD-Staaten. Immerhin: Dana Heinemann hat eine Chefin. Am Thünen-Institut wird das Zentrum für Informationsmanagement von einer Frau geleitet.




