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Pressemitteilung

Auf dem Weg zu einem globalen Monitoring des Düngemitteleinsatzes

Datenbank soll Düngestrategien in Ländern aus fünf Kontinenten sichtbar machen

Eine Papertüte mit blauem Granulat, die ein bisschen umgekippt ist
© Kym McLeod - stock.adobe.com

Die International Fertilizer Association (IFA) und das Agrarökonomen-Netzwerk agri benchmark Cash Crop geben heute den Start eines gemeinsamen Projekts bekannt. Ziel ist es, den Einsatz von Düngemitteln im weltweiten Pflanzenbau für die Öffentlichkeit und alle Beteiligten transparenter zu machen.

Der Einsatz von Düngemitteln ist ein hochaktuelles Thema: Einerseits ist er die Grundlage für ein verbessertes Pflanzenwachstum und damit ein wichtiger Bestandteil der globalen Ernährungssicherung. Auf der anderen Seite kann der ineffiziente Einsatz von Düngemitteln die Umwelt belasten, zum Beispiel hinsichtlich Gewässergüte oder Klimawirkung.

Für Achim Dobermann, Leiter Wissenschaft bei der IFA, ist es wichtig, „ein besseres Verständnis des tatsächlichen globalen Düngemitteleinsatzes zu entwickeln. Ein solides Wissen über die weltweite Praxis auf landwirtschaftlichen Betrieben ist die Grundlage für die Entwicklung von Interventionen.“ Ein solches Wissen sei notwendig, um messen zu können, wie gut diese Interventionen funktionieren, um den Einsatz von Düngemitteln weltweit zu verbessern und dort wo sinnvoll auch nachhaltig zu intensivieren.

Das Projekt soll die folgenden Schlüsselergebnisse liefern:

  1. Nationale Durchschnittswerte für den Nährstoffeinsatz pro Hektar Ackerland für alle wichtigen Acker- und Dauerkulturen.
  2. Schätzungen für den nationalen Düngemitteleinsatz in der Pflanzenproduktion insgesamt.
  3. Spezifischer Düngemitteleinsatz pro Tonne Ernteertrag.

Das aktuelle Projekt betrachtet zunächst sieben Länder in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Afrika und wird im März 2022 abgeschlossen sein. Wenn diese Pilotphase die erwarteten Ergebnisse bringt, werden beide Parteien eine globale Datenbasis entwickeln.

Dr. Yelto Zimmer, der das agri benchmark-Netzwerk am Thünen-Institut koordiniert, sagt: „Wir werden sehr eng mit unseren nationalen Pflanzenbauökonomen zusammenarbeiten, um die wesentlichen Unterschiede in den Düngestrategien in den jeweiligen Ländern zu identifizieren. Auf der Grundlage regionaler Statistiken werden dann nationale Schätzungen erstellt.“ Mit diesem Projekt wird agri benchmark seine globalen produktionsökonomischen Daten deutlich erweitern.

Kontakt und weitere Informationen:

Samy Beltaief
IFA Policy Analyst
E-Mail: sbeltaief@fertilizer.org

Jeanette Malchow
agri benchmark Cash Crop
am Thünen-Institut für Betriebswirtschaft, Braunschweig
E-Mail: jeanette.malchow@agribenchmark.net

Die International Fertilizer Association (IFA) fördert die effiziente und verantwortungsvolle Produktion, Verteilung und Nutzung von Pflanzennährstoffen, um nachhaltige landwirtschaftliche Systeme zu ermöglichen, die zu einer Welt ohne Hunger und Mangelernährung beitragen. Die IFA ist der einzige globale Düngemittelverband mit mehr als 470 Mitgliedern, die alle Akteure der Düngemittel-Wertschöpfungskette umfassen, von Produzenten über Händler und Verteiler bis hin zu Dienstleistern, Beratern, Forschungsorganisationen und NGOs. www.fertilizer.org

agri benchmark Cash Crop ist ein gemeinnütziges globales Netzwerk von Agrarökonomen, koordiniert vom Thünen-Institut und dem gemeinnützigen Unternehmen global networks. Sein Ziel ist es, verlässliche und verwertbare Analysen der wichtigsten Trends in der globalen Pflanzenproduktion für Entscheidungsträger zu erstellen und zu verbreiten. www.agribenchmark.org.

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