Wie gesund ist das Meer?

Projekt

 (c) Thomas Lang

Integriertes chemisches und biologisches Monitoring im Rahmen der Konventionen

Allein das Messen eines Schadstoffs kann die Frage nicht beantworten, ob es dem Fisch gut geht. Sind noch andere Schadstoffe zu finden? Ist es nachweisbar, wie sich die Stoffe auf den Organismus auswirken? Ist der Fisch schon krank? Alle diese Aspekte müssen gemeinsam - also integriert - betrachtet werden.

Hintergrund und Zielsetzung

Integriertes Monitoring ist das zentrale Thema der Europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (EU-MSRL). Damit verbunden ist ein übergreifender Ansatz in der Umweltbewertung. Integrierte Bewertung heißt, einzelne Indikatoren wie Schadstoffe, biologische Effekte und Fischkrankheiten in einem Ökosystemansatz gemeinsamen zu betrachten. Am Ende wird die  „Gesundheit des Ökosystems“ oder der "gute Umweltzustand" bewertet, um gefährdeten Regionen zu identifizieren.

Vorgehensweise

Wir unternehmen Forschungsreisen mit dem Fischereiforschungsschiff Walther Herwig III, untersuchen die Fische direkt an Bord und sammeln Proben für chemische und biologische Untersuchungen in unseren Laboren. Darüber hinaus entwickeln wir Indikatoren, Kriterien und spezielle Strategien für die Umweltbewertung.

Daten und Methoden

Im Thünen-Institut für Fischereiökologie erheben wir Daten, die sich auf den MSRL-Deskriptor 8 beziehen. Das sind Schadstoffe (organische Verbindungen, Metabolite, Schwermetalle und Radionuklide) sowie Fischkrankheiten und andere biologischen Effekte. Die gesamte Liste der Deutschen MSRL-Indikatoren in Verbindung mit den Beiträgen des Thünen-Instituts findet sich hier. Die Ergebnisse fließen in eine gemeinsame Thünen-Datenbank, sind über nationale oder internationale Datenbanken zugänglich und dienen einer europaweiten Umweltbewertung im Rahmen der MSRL.

Vorläufige Ergebnisse

Die Ergebnisse liegen in Form von zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen und internationalen Berichten vor.

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Zeitraum

Daueraufgabe 1.2001 - 12.2020

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

Publikationen

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  1. Vethaak AD, Davies IM, Thain JE, Gubbins MJ, Martinez-Gomez C, Robinson CD, Moffat CF, Burgeot T, Maes T, Wosniok W, Giltrap M, Lang T, Hylland K (2017) Integrated indicator framework and methodology for monitoring and assessment of hazardous substances and their effects in the marine environment. Mar Environ Res 124:11-20, DOI:10.1016/j.marenvres.2015.09.010
  2. Andersen JH, Murray C, Larsen MM, Green N, Hogasen T, Dahlgren E, Garnaga-Budré G, Gustavson K, Haarich M, Kallenbach EM, Mannio J, Strand J, KorpinenS (2016) Development and testing of a prototype tool for integrated assessment of chemical status in marine environments. Environ Monit Assessm 188:115, DOI:10.1007/s10661-016-5121-x
  3. Karl H, Kammann U, Aust M-O, Manthey-Karl M, Lüth Anja, Kanisch G (2016) Large scale distribution of dioxins, PCBs, heavy metals, PAHmetabolites and radionuclides in cod (Gadus morhua) from the North Atlantic and its adjacent seas. Chemosphere 149:294-303, DOI:10.1016/j.chemosphere.2016.01.052
  4. Schubert S, Keddig N, Gerwinski W, Neukirchen J, Kammann U, Haarich M, Hanel R, Theobald N (2016) Persistent organic pollutants in Baltic herring (Clupea harengus) - an aspect of gender. Environ Monit Assessm 188:388, DOI:10.1007/s10661-016-5363-7
  5. Wernersson AS, Carere M, Maggi C, Tusil P, Soldan P, James A, Sanchez W, Dulio V, Broeg K, Reifferscheid G, Buchinger S, Maas H, Grinthen E van der, O'Toole S, Ausili A, Manfra L, Marziali L, Polesello S, Lacchetti I, Kammann U, et al (2015) The European technical report on aquatic effect-based monitoring tools under the water framework directive. Environ Sci Europe 27:1-11, DOI:10.1186/s12302-015-0039-4
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