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Institut für

MA Marktanalyse

Projekt

Kompetenzstelle Außer-Haus-Verpflegung


Federführendes Institut MA Institut für Marktanalyse

Cuisine cafeteria buffet with food. Self-service food display sh
© paulzhuk - stock.adobe.com
Küche Cafeteria-Buffet mit Essen. Selbstbedienungsvitrine für Lebensmittel.

Kompetenzstelle Außer-Haus-Verpflegung zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung

Lebensmittelabfälle kosten den Außer-Haus-Verzehr viele Millionen Euro pro Jahr und bündeln zusätzliche viele ungenutzte Ressourcen. In der Kompetenzstelle Außer-Hausverpflegung wollen wir die Unternehmen unterstützen, Lebensmittelabfälle durch Monitoring und effiziente Maßnahmen zu reduzieren. Durch unsere wissenschaftliche Begleitung wollen wir außerdem den Erfolg einer freiwilligen Zielvereinbarung im Laufe des Projektes bewerten.

Hintergrund und Zielsetzung

Mit der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen hat sich Deutschland zu dem Ziel bekannt, die Lebensmittelverschwendung deutlich zu reduzieren. Bis zum Jahr 2030 soll die Lebensmittelverschwendung auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbiert und entlang der Produktions- und Lieferkette die entstehenden Lebensmittelverluste einschließlich Nachernteverlusten verringert werden. Die Umsetzung dieses globalen Nachhaltigkeitsziels erfolgt für Deutschland über die Nationale Strategie zur Lebensmittelverschwendung.

Im Rahmen dieser Strategie, die im Februar 2019 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgelegt wurde, wurden für jeden Sektor Dialogforen eröffnet, die gemeinsam konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung entwickeln und sektorspezifische Zielvereinbarungen erarbeiten.

Das Dialogforum der Außer-Hausverpflegung (AHV) lief von 2019 bis 2021. Die Kompetenzstelle AHV (KAHV), die das Thünen-Institut vor allem wissenschaftlich begleitet, führt den Dialog in der Branche fort und überprüft und dokumentiert die Erfolge der Branche mit Hinblick auf die Beteiligungserklärung (unterzeichnet durch Unternehmen) zur Zielvereinbarung (unterzeichnet durch Verbände). Die Unterzeichner*innen dieser Vereinbarung bekennen sich zur unionsweit geltenden indikativen Zielvorgabe für die Verringerung der Lebensmittelabfälle bis 2025 um 30 Prozent und bis 2030 um 50 Prozent für den Sektor Außer-Haus-Verpflegung. Die KAHV dient als neutrale, verbandsübergreifende Stelle während der nächsten drei Jahre. Sie wird durch das BMEL gefördert und bis mindestens 2030 eigenfinanziert, um diese Zielvereinbarung umzusetzen.

Um die Ziele zu erreichen, werden Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen bewertet, und die Effizienz der umgesetzten Maßnahmen wird kommuniziert. Zusätzlich werden die Lebensmittelabfälle in einem kontinuierlichen Monitoring gemessen, um Trendaussagen für die Zielerreichung herauszuarbeiten und ggf. nachzusteuern. Wesentliche Aufgabe der KAHV ist außerdem die Akquise und Beratung von (zukünftigen) Unterzeichner*innen, um eine möglichst hohe Marktabdeckung zu erreichen und damit repräsentative Aussagen für den gesamten Sektor zu tätigen.

Vorgehensweise

Koordiniert und geleitet wird die Kompetenzstelle von United Against Waste (UAW), gefördert durch das BMEL. Als wissenschaftlicher Partner fungiert das Thünen-Institut, das die eingehenden Daten und den zugrundeliegenden Prozess bewertet.

Als neutrale und verbandsübergreifende Stelle führt die KAHV den Austausch und Dialog zwischen den Akteur*innen der Außer-Haus-Verpflegung weiter und bereitet für den Sektor einschlägige Kennzahlen auf. Dies umfasst insbesondere:

  • die Sammlung, Analyse und Aufbereitung der Daten zu Lebensmittelabfällen, die von den Unternehmen übermittelt werden,
  • die Erstellung von Zielmarken für die Außer-Haus-Verpflegung,
  • die Dokumentation der erreichten Ziele für verschiedene Zielgruppen sowie
  • die Kontrolle der Umsetzung und des Erfolgs, um die Wirksamkeit dieser Zielvereinbarung zu überprüfen.

Links und Downloads

Zu gut für die Tonne: www.zugutfuerdietonne.de/strategie/kompetenzstelle-ausser-haus-verpflegung

KAHV: www.kahv.de

 

Geldgeber

  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
    (national, öffentlich)

Publikationen zu dem Projekt

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