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Publikation zu Innovationsaktivitäten und dem Überleben von Unternehmen in der deutschen Solarindustrie

Können Unternehmen ihre Überlebenswahrscheinlichkeit durch Innovationsaktivitäten erhöhen? Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Ann Hipp zeigt die bedeutende Rolle von Patenten für das Überleben von Unternehmen von der Entstehung bis zum Rückgang einer Industrie.

Titelseite der Fachzeitschrift Small Business Economics
© Small Business Economics

Die in der Fachzeitschrift Small Business Economics veröffentlichte Studie von Ann Hipp (Thünen Institut) und Martin Kalthaus (University of Southern Denmark) untersucht den Einfluss von Innovationsaktivitäten auf das Überleben von Unternehmen am Beispiel der deutschen Solarindustrie für den Zeitraum von 1964 bis 2016.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Unternehmen, die ihre Erfindungen patentieren lassen, ihre Überlebenschancen in einer Industrie erhöhen. Das gilt jedoch nur für die Anmeldung von produktbezogenen Patenten. Zuschüsse zu Forschung und Entwicklung (F&E) sowie subventionierte F&E-Kooperationen tragen jedoch nicht dazu bei, das Überleben von Unternehmen über den Lebenszyklus der Industrie hinweg zu verbessern. In ihrer quantitativen Analyse liefern Ann Hipp und Martin Kalthaus detaillierte Einblicke, warum insbesondere Produktpatente für das Überleben von Unternehmen wichtig sind, Prozesspatente hingegen nicht. Darüber hinaus können die Autoren keine überlebenssteigernden Effekte aus dem Erhalt von F&E-Subventionen feststellen, trotz ihrer beträchtlichen Höhe.

Auf der Grundlage der Ergebnisse empfiehlt die Studie Managern, Patente anzumelden, insbesondere für produktbezogene innovative Aktivitäten. Politikern wird eine Neubewertung der F&E-Förderstrategien empfohlen sowie auf die hohen Schwankungen der Subventionen im Laufe der Zeit als potenzielles Problem hingewiesen.

Die Studie ist in der Fachzeitschrift Small Business Economics unter dem Titel „Innovation and Firm Survival over the Industry Life Cycle“ erschienen.

Kontakt: Dr. Ann Hipp

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