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ThEO

Landnutzung in der Agrarlandschaft

Von Stefan Erasmi und Alexander Gocht


LV Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen
BW Institut für Betriebswirtschaft

Wie werden landwirtschaftliche Flächen genutzt und wie verändert sich die Nutzung? Satelliten des Copernicus-Programms liefern die Basis für eine flächendeckende und schlaggenaue Bestandsaufnahme für ganz Deutschland.

Am Thünen-Institut werden jährliche Karten der landwirtschaftlichen Nutzung (auf der Ebene der dominierenden Kulturarten und Nutzungsformen) für die Gesamtfläche der Agrarlandschaft Deutschlands erstellt.

Die Karten für die Jahre 2017 bis 2019, die in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) entstanden sind,können Sie hier betrachten.

Ein direkter Download der georeferenzierten Daten ist über diesen Link auf Anfrage möglich.

Die landwirtschaftliche Nutzung in Deutschland unterliegt einer hohen Dynamik. Denn die Landwirtschaftsbetriebe müssen den Anbau und die Bewirtschaftung ihrer Felder an den Klimawandel und neue politische Rahmenbedingungen anpassen. Diese Anpassungsmechanismen führen zu einer stetigen Veränderung der Agrarlandschaft, die sich ihrerseits wiederum auf die Umwelt, das Klima und die Struktur von Agrarräumen auswirken.

Vor diesem Hintergrund liefern regelmäßige und hochaufgelöste Satellitenaufnahmen eine einzigartige Datengrundlage, um die räumlichen und zeitlichen Muster der landwirtschaftlichen Nutzung auf verschiedenen Betrachtungsebenen zu analysieren.

Diese Informationen sind zum Beispiel von Bedeutung für:

Die Agrarstatistik

Die Agrarstrukturerhebung liefert in Abständen von drei bis vier Jahren aggregierte Daten zur Flächennutzung, die über Schätzfunktion und Stichproben räumlich und zeitlich disaggregiert werden. Mit den vorliegenden raumbezogenen Daten können die statistischen Daten validiert und die Verfahren und Ergebnisse retrospektiv optimiert werden.

Die EU-Agrarpolitik

Ein Kernziel der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU-Mitgliedstaaten ist es, den Zustand und die Nutzung der natürlichen Ressourcen in der Agrarlandschaft zu verbessern. Satellitenbasierte Karten können dazu beitragen, die Wirksamkeit von GAP-Maßnahmen zu verstehen, z.B. indem sie Veränderungen der Landnutzung, der Anbaudiversität oder der Landschaftsstruktur aufzeigen.

Projekte

Copernicus leuchtet Grün

Flächenverbrauch und Nutzungsintensivierung üben einen hohen Druck auf Grünland aus. Die Überwachung des Zustands und der Verbreitung von geschütztem und schutzwürdigem Grünland erfordert einen hohen Aufwand. Satellitendaten sollen zukünftig das behördliche Monitoring mit flächendeckenden Diensten unterstützen.

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Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften mit Fernerkundung

Ein langfristiges Monitoring der biologischen Vielfalt auf nationaler Ebene erfordert eine repräsentative Datengrundlage über den Zustand und die Entwicklung der Agrarlandschaft. Das Projekt MonViFe entwickelt hierzu flächendeckende Indikatoren auf Basis der Sentinel-Satelliten der ESA.

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Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften mit Fernerkundung

Ich sehe was, was Du nicht siehst: automatische Erkennung von Agrar- und Anbaustrukturen mittels Satellitenbildern (Fernerkundung)

Schlaggenaue Landnutzungsdaten sind deutschlandweit bisher nicht verfügbar. Das wird sich demnächst durch Fernerkundungsdaten aus dem Copericus-Programm (Sentinel) ändern.

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Automatische Bestimmung von Nutzungsintensitäten im Grünland mittels Satellitenbildzeitreihen

Flächendeckende Informationen zur Nutzungsintensität im Grünland- liegen bisher deutschlandweit noch nicht vor. Fernerkundungsdaten können in Zukunft helfen, diese Wissenslücke zu schließen…

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Automatische Bestimmung von Nutzungsintensitäten im Grünland mittels Satellitenbildzeitreihen

Entwicklung eines automatisierten Hinweissystems für die Kontrolle von Agrarförder- und Kompensationsflächen (timeStamp)

Die Kontrolle flächenbezogener Maßnahmen in der Agrarförderung und im Rahmen der Eingriffsregelung erfolgt momentan durch zeit- und kostenintensive Vor-Ort-Kontrollen. Eine Web-Anwendung, die auf Fernerkundungsdaten basiert, soll das ändern.

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Entwicklung eines automatisierten Hinweissystems für die Kontrolle von Agrarförder- und Kompensationsflächen (timeStamp)

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