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Ökologischer Betrieb
Ökologischer Betrieb
Institut für

BW Betriebswirtschaft

Projekt

Umweltleistungen des Ökolandbaus honorieren


Federführendes Institut BW Institut für Betriebswirtschaft

Bergwasser entspringt aus der Holzrinne des felsigen Baches.
© Creative Nature - stock.adobe.com

Entwicklung eines leistungsdifferenzierten Honorierungssystems für den Schutz der Umwelt

Weniger Stickstoffbelastung für Gewässer, weniger Ressourcenverbrauch, mehr biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft – der ökologische Landbau erbringt zahlreiche Leistungen für die Gesellschaft. Angemessen honoriert werden Ökobetriebe für ihre Leistungen aber nicht. Was müsste sich ändern?

Hintergrund und Zielsetzung

Der ökologische Landbau steht für ein ganzheitliches Konzept der Landnutzung mit dem Anspruch, in besonderer Weise die Belastungsgrenzen der Natur zu berücksichtigen. Für die erbrachten Umweltleistungen erhalten Ökobetriebe eine flächenbezogene Prämie. Die Höhe dieser Umweltprämie wird bisher auf der Basis regionaler durchschnittlicher Zusatzkosten und Erlöseinbußen der ökologischen Produktion im Vergleich zur konventionellen Wirtschaftsweise kalkuliert.

Dieses Vorgehen hat zwei Nachteile. Zum einen steht die Prämienhöhe in keinem Zusammenhang zum Wert der erbrachten öffentlichen Leistung. Und zum zweiten bietet die Prämie keine finanziellen Anreize, Bewirtschaftungspraktiken umzusetzen, die über die gesetzlichen Öko-Mindestbedingungen hinausgehen. Das Thünen-Institut hat sich deshalb im Rahmen eines Forschungsprojektes zum Ziel gesetzt, zusammen mit anderen Partnern ein Konzept zur differenzierten und kohärenten Honorierung von Umweltleistungen des ökologischen Landbaus zu entwickeln.

Um die spätere Umsetzung des neuen Honorierungskonzeptes zu erleichtern, sollen die Vorstellungen und Erfahrungen der landwirtschaftlichen Praxis und der Agrarverwaltung von Beginn an mit berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird bei der Konzeptentwicklung darauf geachtet, dass das Honorierungssystem zu einem späteren Zeitpunkt auf die gesamte Landwirtschaft übertragen werden kann.

Vorläufige Ergebnisse

Mit diesem Vorhaben wird das Thünen-Institut aufzeigen, wie der ökologische Landbau im Hinblick auf das 20 %- Flächenziel der Bundesregierung wirkungsvoll gestärkt und öffentliche Leistungen der Landwirtschaft angemessen honoriert werden können. Erste Ergebnisse liegen voraussichtlich 2022 vor.

Beteiligte externe Thünen-Partner

Geldgeber

  • Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖLN)
    (national, öffentlich)

Zeitraum

5.2020 - 4.2023

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: läuft

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