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Äthiopische Studierende besuchen das Institut für Ökologischen Landbau

Im Rahmen einer Zusammenarbeit des Seminars für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt-Universität zu Berlin besuchten 6 Studierende aus Äthiopien das Thünen-Institut in Trenthorst. Mit ihrem Begleiter Dr. Georg Bokeloh von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und WissenschaftlerInnen unternahmen sie außerdem eine Exkursion zum benachbarten Demeter-Betrieb Gut Rothenhausen.

© Thünen-Institut

Gruppenbild vor dem Hofladen von Gut Rothenhausen

© Thünen-Institut

In den Versuchsparzellen zum Leguminosenanbau

© Thünen-Institut

Phillip Henning, Ackerbauer vom Demeterbetrieb Gut Rothenhausen erklärt, warum er zwei verschiedene Weizensorten zusammen auf einem Feld anbaut.

 

Der zweitägige Besuch im Juni 2016 ging auf Initiative von Prof. Dr. Gerold Rahmann zurück,  der sich derzeit in Äthiopien im Rahmen der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ des Bundesministeriums für Bildung und Zusammenarbeit (BMZ) beim Aufbau eines von 13 "Grünen Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft" engagiert. Er hat dort zudem ein Projekt auf der äthiopischen Versuchsstation in Kulumsa ins Leben gerufen, das die Optimierung von ökologischen Fruchtfolgen zur Ertragssteigerung unter den Bedingungen des ostafrikanischen Landes zum Inhalt hat.

Dieses vom Grünen Innovationszentrum mit 350.000 Euro geförderte Vorhaben läuft bis 2019 und wird in Kooperation mit dem Thünen-Institut für Ökologischen Landbau durchgeführt. In diesem Kontext fand nun der erste Austausch der Studierenden beider Länder statt. Die durchschnittlichen Erträge in Afrika liegen nur bei 0,5 bis 1,5 Tonnen Getreide pro Hektar; in Deutschland hingegen werden auch im ökologischen Landbau höhere Erträge erzielt. Neben Äthiopien werden „Grüne Innovationszentren“ in weiteren Ländern (Benin, Burkina Faso, Ghana, Indien, Kamerun, Kenia, Malawi, Mali, Nigeria, Sambia, Togo und Tunesien) initiiert; sie zielen darauf ab, kleinbäuerliche Betriebe bei einer nachhaltigen Produktions- und Einkommenssteigerung zu unterstützen und neue Jobs in der Weiterverarbeitung zu schaffen. Weitere Förderschwerpunkte der Initiative sind der Ausbau der Schulungs-, Fortbildungs- und Beratungsangebote im Agrar- und Ernährungsbereich sowie der Zugang zu Krediten für Innovationen. Kooperationen mit den nationalen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Landwirtschaftsschulen sollen für eine nachhaltige Verankerung in den Ländern sorgen. Vor diesem Hintergrund fand dieser erste Austausch deutscher und äthiopischer Studierender ebenfalls statt.

Die Studierenden waren sehr an den Anbaumethoden von Feldfrüchten im ökologischen Landbau  und insbesondere am Gemengeanbau von Getreiden und Leguminosen sowie der im ökologischen Landbau zumeist sehr vielfältige Fruchtfolgengestaltung interessiert. Neben der 9-jährigen Fruchtfolge im Demeterbetrieb Gut Rothenhausen waren die afrikanischen Besucher dort insbesondere von der stark entwickelten Wertschöpfung im eigenen Betrieb fasziniert, d.h. der ausgeprägten Verarbeitung und Vermarktung der eigenen Produkte.

Im Versuchsbetrieb in Wulmenau wurden die im Institut bearbeiteten Forschungsfragen erörtert und anschließend folgte eine kleinen Präsentation mit anschließender angeregter Diskussion, in der die Studierenden den Institutsmitarbeitern ihre Eindrücke schilderten.

 

Weiterführende Informationen:

 

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