Institut für

Seefischerei

Institutsleitung

Stellvertretende Institutsleitung

Sekretariat

Konstanze von Schudnat
Institut für Seefischerei

Palmaille 9
22767 Hamburg-Altona
Telefon: +49 40 38905 178
Fax: +49 40 38905 263
sf@thuenen.de


 (c)

Nachhaltiger Fischfang in gesunden Meeren

Wir erarbeiten die ökologischen und ökonomischen Grundlagen, um

  • die Fischbestände und Ökosysteme in der Nordsee und im Nordatlantik gesund zu erhalten,
  • eine nachhaltige Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln aus dem Meer sicherzustellen,
  • unterschiedliche Nutzungsformen ökosystemgerecht und konfliktarm zu integrieren.

Die flachen Kontinentalsockel machen etwa acht Prozent der Gesamtfläche der Meere aus und beherbergen einige der produktivsten Ökosysteme der Welt. 99 Prozent der Seefischereierträge stammen aus diesen schmalen Schelfgebieten. Nur wenn die Ökosysteme intakt sind, können Fischbestände dort ihre volle Produktivität entfalten und kann das Managementziel des maximalen Dauerertrags erreicht werden. Gleichzeitig konkurriert die Fischerei mit immer mehr Nutzern: Offshore-Windparks, Natura-2000-Meeresschutzgebiete und andere Ansprüche erfordern einen Paradigmenwechsel in der Fischereipolitik – hin zu einem integrierten Bewirtschaftungsmodell.

Wir wollen die Politik darin unterstützen, die Fischerei in ein umfassendes Meeresmanagement zu integrieren. Deshalb haben wir auch in der Fischereiforschung einen Paradigmenwechsel vollzogen. Wir arbeiten systemorientiert und haben die Forschungseinheiten unseres Instituts so zugeschnitten, dass in einem Bereich gewonnene Erkenntnisse die Basis der nächsthöheren Betrachtungsebenen bilden:

  • Analysen von Fischbeständen und Prognosen zu deren Entwicklung sind eingebettet in Untersuchungen der Ökosysteme, in denen sie leben.
  • Auf der nächsten Ebene stehen ökonomische Betrachtungen: Wir analysieren Produktionssysteme und das Verhalten der Akteure unter unterschiedlichen biologischen, ökonomischen und normativen Randbedingungen entlang der Wertschöpfungskette vom Fang bis zum Teller.
  • Die ökonomischen Analysen sind wiederum Teil der Gesamtbetrachtung von Meeresnutzungskonzepten. Wir fragen, wie sich verschiedene Schutz- und Nutzungsansprüche kumulativ auswirken und suchen nach optimalen Lösungen.

Das Leben im Meer kennt keine Ländergrenzen; weder Schutz noch Ressourcennutzung lassen sich national organisieren. Seit jeher erarbeiten wir deshalb Bewirtschaftungs- und Fangquotenempfehlungen im internationalen Verbund. Die einzigartigen Serien von Langzeitdaten, die wir mithilfe unserer drei hochspezialisierten Forschungsschiffe nationenübergreifend erheben, bilden dafür die Basis.

Wir nutzen den technologischen Fortschritt anderer Meeresforschungsdisziplinen und passen automatisierte Messverfahren für das Monitoring von Fischbeständen an. Im Zusammenspiel mit 3D-Simulationsmodellen der Meeresströmungen helfen uns diese Daten, Änderungen der Meeresumwelt und die Auswirkungen auf Fischbestände und Ökosysteme künftig nahezu in Echtzeit zu analysieren.

Arbeitsbereiche

Makrelen im Probenbehälter (©  Thünen-Institut/Birgit Suer)
Lebende Meeresressourcen
Im Arbeitsbereich „Lebende Meeresressourcen“ erfassen und bewerten wir, wie sich die Nutzung von Fischen und anderen Meeresorganismen auf deren Populationen – in der Fischereibiologie nennt man sie Bestände – auswirkt.
Fangzusammensetzung 2 m-Kurre (©  Thünen-Institut)
Meeresökosysteme
Wir analysieren Struktur, Funktion und Dienstleistungen der Meeresökosysteme unter dem Einfluss menschlicher Nutzung.
 (©  Thünen-Institut)
Mess- und Beobachtungssysteme
Welche Einflüsse haben Umweltparameter wie zum Beispiel Temperatur und Salzgehalt auf Fische und deren Verbreitung? Und wie reagieren diese auf klimatisch bedingte Veränderungen in Ihrer Umwelt?
 (©  Thünen-Institut)
Integrierte Meeresnutzungskonzepte
Unsere Hauptmotivation im Arbeitsbereich Meeresraumnutzung ist die Frage nach einer nachhaltigen Nutzung des Meeresraumes sowie nach der Vereinbarkeit der zunehmenden, vielfältigen Nutzungsansprüche untereinander.
 (©  Thünen-Institut)
Ökonomische Analysen
Der globale Bedarf an Fischereierzeugnissen steigt seit Jahren kontinuierlich. Gleichzeitig stößt die Fischerei an die natürlichen Grenzen der Ressourcennutzung.

Nachrichten

Veranstaltungen

Keine gefunden.