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Institut für

MA Marktanalyse

Modellgestützte Politikfolgenabschätzung

Internationale Entwicklungen und politische Entscheidungen verändern Angebot, Nachfrage, Handel und Preise von Agrarprodukten. Im Arbeitsgebiet „Modellgestützte Politikfolgenabschätzung“ schätzen wir Folgen möglicher, zukünftiger Politikänderungen mit Hilfe von wissenschaftlich basierten Modellen ab. So unterstützen wir die politische Entscheidungsfindung.

Wir setzen verschiedene wissenschaftlich fundierte Modelle ein, um Beziehungen zwischen verschiedenen Marktgrößen zu untersuchen. Unsere Modelle beschreiben beispielsweise den Zusammenhang zwischen der Einkommens- oder Bevölkerungsentwicklung und der Inlandsnachfrage oder zwischen der Höhe von Zollsätzen und der Importnachfrage. Wir projizieren, in welcher Situation sich Agrarmärkte und Agrarhandel in zehn Jahren bei Fortschreibung der gegenwärtig beschlossenen Politik befinden werden. Diese Situation nennen wir Baseline. Meist arbeiten wir hierfür im Thünen-Modellverbund zusammen. Um aktuelle politische Fragen kurzfristig zu beantworten, werden diese Modelle und deren Datenbestände laufend gepflegt, aktualisiert und einsatzbereit gehalten.

Diese Baseline bildet die Grundlage für weitergehende Analysen. Dazu gehören die Effekte von zukünftigen Politikänderungen (zum Beispiel Kürzung von Direktzahlungen), Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Abwertung des Euro) und von technologischen Verbesserungen (beispielsweise einer besseren Ölausbeute bei Raps). Diese werden in Szenarien zusammengefasst, die die Wirkungen von komplexen Veränderungen beschreiben können: Welche Auswirkungen haben bilaterale Handelsabkommen auf die deutsche Agrarwirtschaft bei Umsetzung der letzten GAP-Reform?

Wir stellen die Wirkungen der Szenarien als Veränderungen gegenüber unserer Baseline dar. Unsere Analysen bilden die Grundlage für Empfehlungen über die weitere Politikausgestaltung, mit deren Hilfe wir die deutsche und europäische Politik beraten. Die Ergebnisse stehen auch der Wirtschaft sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Projekte im Arbeitsbereich "Modellgestützte Politikfolgenabschätzung"

Laufende Projekte

Agrarmarkt-Projektionen für die EU-Mitgliedstaaten mit AGMEMOD

Projektionen zur künftigen Entwicklung der Agrarmärkte sind die Grundlage, Politikfolgen ex-ante abschätzen zu können. Wir erstellen jährlich Projektionen für die EU-Mitgliedstaaten. Diese Projektionen ergänzen den Agricultural Outlook der EU-Kommission.

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Agrarmarkt-Projektionen für die EU-Mitgliedstaaten mit AGMEMOD

Agrarpolitik im Wandel - Folgen für Märkte

Nach der Reform ist vor der Reform: Das weiß jeder, der sich mit der Agrarpolitik in Deutschland und der EU befasst. Auch wenn mancher über die stetigen Veränderungen stöhnt, ist der Reformeifer doch auch Ausdruck des dynamischen Wandels von Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Anforderungen, mit denen die Landwirtschaft konfrontiert ist.

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Agrarpolitik im Wandel - Folgen für Märkte

Baseline der Marktmodelle

Viele Agrarmärkte wachsen – bedingt durch veränderte Nachfrage zum Beispiel nach Energiepflanzen – sehr dynamisch, während andere stagnieren. Bleibt das auch so in Zukunft? Dann müssen wir diese Entwicklung in der Beratung berücksichtigen, um etwaige Auswirkungen absehen zu können.

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Baseline der Marktmodelle

Beitrag des Handels zur nachhaltigen Entwicklung

Internationaler Handel kann dazu beitragen, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. In diesem Forschungsprojet wird untersucht, in wie weit der Agrarhandel nachhaltige Entwicklungen fördern kann.

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Beitrag des Handels zur nachhaltigen Entwicklung

Effekte von Handelsabkommen

Regionale Handelsabkommen, z.B. TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership), zwischen der EU und den USA, werden kontrovers diskutiert: Die einen sehen im Abbau von Handelsbarrieren einen besseren Marktzugang und höhere Erlöse, andere hingegen verbinden mit einer Öffnung heimischer Märkte den Ausverkauf sozialer und gesundheitlicher Standards.

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Effekte von Handelsabkommen

Unsere Modelle - Bewährtes mit Neuem kombinieren

Agrar- und Handelspolitik sind in den vergangenen Jahren immer komplexer geworden. Umso wichtiger ist es einschätzen zu können, welche Folgen veränderte Politiken und ihre Rahmenbedingungen haben können. Anhand von Modellen können wir sie quantifizieren.

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Unsere Modelle - Bewährtes mit Neuem kombinieren

Wirkung von agrarpolitischen Strategien auf landwirtschaftliche Betriebe in der Ukraine

Wie entwickelt sich die Landwirtschaft in der Ukraine? Und wie wirkt sich diese Entwicklung auf landwirtschaftliche Betriebe aus? Das untersucht das Thünen-Institut für Marktanalyse gemeinsam mit dem Deutsch-Ukrainischen Agrarpolitischen Dialog mit dem Marktmodell AGMEMOD.

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Wirkung von agrarpolitischen Strategien auf landwirtschaftliche Betriebe in der Ukraine

Abgeschlossene Projekte

Abbildung von Nachhaltigkeitsaspekten im allgemeinen Gleichgewichtsmodell MAGNET

Wie lassen sich Bioenergiepolitiken hinsichtlich der Emission von Treibhausgasen und mit Blick auf veränderte Landnutzung bewerten? Welche Wechselwirkungen resultieren, wenn solche Strategien verfolgt werden?

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Abbildung von Nachhaltigkeitsaspekten im allgemeinen Gleichgewichtsmodell MAGNET

Analyse der Strategie der Russischen Föderation zur Förderung der landwirtschaftlichen Produktion (STARLAP)

Im Projekt „STARLAP" untersuchen wir die Auswirkungen der russischen Agrarpolitik auf die Wettbewerbsfähigkeit des russischen und des deutschen Agrarsektors.

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Analyse der Strategie der Russischen Föderation zur Förderung der landwirtschaftlichen Produktion (STARLAP)

Bioabbaubare biobasierte Kunststoffe – Handlungsempfehlungen für den zweckmäßigen Einsatz (BBKH)

Bioabbaubare biobasierte Kunststoffe werden oft als Lösung für die Verschmutzung der Umwelt mit Plastikmüll angesehen. Doch wo ist der Ersatz von konventionellem durch abbaubares Plastik sinnvoll? Dieser Frage gehen die Institute für Agrartechnologie und Marktanalyse nach.

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Bioabbaubare biobasierte Kunststoffe – Handlungsempfehlungen für den zweckmäßigen Einsatz (BBKH)

Biomassenutzung in Deutschland

Der Rohstoff Biomasse kann zur Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln, Bioenergie und im Bereich der stofflichen Nutzung verwendet werden. Welcher Nutzung die Biomasse letztlich zugeführt wird, hängt wesentlich von den (inter-)nationalen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ab. In Deutschland stehen derzeit insbesondere die politische Förderung der Bioenergieerzeugung und die daraus resultierenden Konkurrenzeffekte gegenüber alternativer Verwendungen von Biomasse im Fokus der öffentlichen Diskussion. Die Standpunkte zum Thema sind dabei vielschichtig. Sie umfassen, ...

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Biomassenutzung in Deutschland

BioMonitor - Monitoring der Bioökonomie in der EU

Mit dem EU-Projekt BioMonitor leisten wir einen Beitrag, Informationslücken in der Bioökonomie-Forschung zu schließen. Dazu strukturieren wir bestehende Daten und Modelle neu.

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BioMonitor - Monitoring der Bioökonomie in der EU

Bioökonomie-Monitoring

Unsere Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Ernährungssicherung, Klimaschutz, Biodiversität und Bereitstellung von Biomaterialien sowie regenerativer Energien. Aber schon eine Aufnahme des Ist-Zustands ist nicht befriedigend möglich. Es fehlt nicht nur im Detail das Wissen, welche Wege bio-basierte Rohstoffe im Wirtschaftskreislauf nehmen, auch generelle Daten liegen oft nicht im erforderlichen Ausmaß vor. Eine Beurteilung und Bewertung einer bio-basierten Volkswirtschaft ist so nicht möglich.

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Bioökonomie-Monitoring

Capacity Building im Hinblick auf Ernährungssicherung

Ernährungssicherung bedeutet, dass jeder Mensch zu jeder Zeit ausreichend mit ausgewogenen und nährstoffreichen Lebensmitteln versorgt ist, um ein aktives und gesundes Leben führen zu können. Nach wie vor ist dies für einen Großteil der Weltbevölkerung nicht erreicht. Zwar konnte der Anteil der Hungernden im Verlauf der letzten 20 Jahre halbiert werden, doch leiden noch mehr als 2 Mrd. Menschen weltweit an einer Unterversorgung mit Mikronährstoffen.

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Capacity Building im Hinblick auf Ernährungssicherung

CO2-Steuer auf agrarrelevante THG-Emissionen

Mit einer CO2-Steuer könnten agrarrelevante Treibhausgasemissionen reduziert werden. Welche Effekte hätte eine solche Politikmaßnahme? Ist es von Bedeutung, ob die Steuer auf Erzeuger- oder Verbraucherseite angewandt wird? Das Thünen-Institut analysiert Vor- und Nachteile.

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CO2-Steuer auf agrarrelevante THG-Emissionen

Der europäische Zuckermarkt im Wandel. Was passiert nach dem Quotenende 2017?

Dem europäischen Zuckersektor stehen unruhige Zeiten bevor. Für die Landwirte und die Zuckerindustrie entfällt ab dem 1. Oktober 2017 die jahrzehntelange Planungssicherheit bezüglich Produktionsmengen und -preisen. Wie wird der Markt auf diese Veränderungen reagieren? Und wer sind die Gewinner und Verlierer dieser Entwicklung?

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Der europäische Zuckermarkt im Wandel. Was passiert nach dem Quotenende 2017?

FACCE MACSUR - Landwirtschaft und Klimawandel

Die wachsende Weltbevölkerung benötigt immer mehr Nahrungsmittel. Gleichzeitig bedeutet der Klimawandel eine Herausforderung für die Landwirtschft in vielen Regionen mit schnell anwachsender Bevölkerung. In diesem Projekt entwickeln wir integrierte Methoden zur Erstellung von Projektionen mittels Modellen, zur Untersuchung von Einwirkungen, Wegen der Vermeidung von klimarelevanten Vorgängen und Wege der Anpassung an sich änderndes Klima. Diese Methoden werden zunächst für Europa entwickelt mit dem Ziel, sie auch in anderen Regionen anzuwenden.

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FACCE MACSUR - Landwirtschaft und Klimawandel

Folgenabschätzung eines Brexit

Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union hat weitreichende Konsequenzen. Insbesondere müssen die Handelsbeziehungen mit den Europäischen Staaten neu ausgerichtet werden. Die Frage inwieweit sich dies auf die deutsche Agrarwirtschaft auswirkt, stellt den Kern dieses Projekts dar.

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Folgenabschätzung eines Brexit

Fördern Freihandelsabkommen die Agrarproduktion im östlichen Europa?

Mögliche Zoll- und Handelspolitikänderungen der EU mit einzelnen östlichen Nachbarländern sowie zwischen diesen Ländern verändern die Handelsströme. Wie wirkt sich das auf den Agrarsektor aus?

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Fördern Freihandelsabkommen die Agrarproduktion im östlichen Europa?

Szenarien einer Bioökonomie 2050 - Potenziale, Zielkonflikte, Lösungsstrategien

Der Wandel unserer gegenwärtigen fossilbasierten Wirtschaftsweise hin zu einer nachhaltigeren biobasierten Ökonomie erfordert eine breite gesellschaftliche Akzeptanz. Um die Bioökonomiestrategie der Bundesregierung erfolgreich umzusetzen, müssen mögliche Zielkonflikte identifiziert und Lösungsvorschläge für Interessengruppen und Bevölkerung entwickelt werden.

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Szenarien einer Bioökonomie 2050 - Potenziale, Zielkonflikte, Lösungsstrategien

Teller, Tank oder Technik?

Fossile Energieträger werden knapper, die Politik fördert den Einsatz von Biomasse. Wie sich dies auf die Agrarmärkte auswirkt, untersucht das Thünen-Institut.

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Teller, Tank oder Technik?

Veränderte Ernährungsgewohnheiten

Veganer, Vegetarier, Flexitarier – immer mehr Menschen in Deutschland verzichten auf den Konsum tierischer Nahrungsmittel. Inwiefern sich diese veränderten Ernährungsgewohnheiten auf die deutsche Agrarwirtschaft auswirken, wird in diesem Projekt untersucht.

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Veränderte Ernährungsgewohnheiten

Wechselwirkungen zwischen Agrar-, Holz und Rohstoffmärkten

Politik und steigende Preise für fossile Energieträger machen den Einsatz von Biomasse attraktiver. Gleichzeitig steigen die Kosten für ihre Produktion. Wir verknüpfen die agrar- und forstökonomischen Modelle verschiedener Thünen-Institute, um die Zusammenhänge zwischen Agrar-, Holz und Energiemärkten darzustellen.

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Wechselwirkungen zwischen Agrar-, Holz und Rohstoffmärkten

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