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Räumlich differenzierte Analysen zum landwirtschaftlichen Gewässerschutz in der Flussgebietseinheit Weser

Projekt

Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie im Weser Einzugsgebiet (c) Thünen-Institut/Claudia Heidecke
Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie im Weser Einzugsgebiet (© Thünen-Institut/Claudia Heidecke)

Analyse von Agrar- und Umweltmaßnahmen im Bereich des landwirtschaftlichen Gewässerschutzes vor dem Hintergrund der EU-Wasserrahmenrichtlinie in der Flussgebietseinheit Weser

Viele Gewässer im Wesereinzugsgebiet erfüllen die Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie noch nicht. Im Projekt AGRUM+ untersuchen wir die Nährstoffeinträge in die Gewässer und was seitens der Landwirtschaft erforderlich ist, um sie zu reduzieren.

Hintergrund und Zielsetzung

Diffuse Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft belasten die Gewässer. Mineralische Düngemitteln, eine intensive Viehhaltung und damit einhergehend viel Wirtschaftsdünger führen zu einer großen Menge an landwirtschaftlichen Stickstoffüberschüssen. Über den Boden können diese in Grundwasser und in Oberflächengewässer gelangen. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie schreibt vor, dass Grundwasser bis zum Jahr 2015 – bei Fristverlängerung in Ausnahmefällen bis spätestens 2021 oder 2027 – einen guten mengenmäßigen und chemischen Zustand aufweisen muss, Oberflächengewässer müssen bis dahin in einem guten chemischen und ökologischen Zustand sein. Den Fragen, wo, ob und wie die Nährstoffziele der Wasserrahmenrichtlinie erreicht werden können, gehen wir im Projekt AGRUM+ Weser für das gesamte Einzugsgebiet der Weser nach.

Vorgehensweise

Siehe Dachprojekt AGRUM

Ergebnisse

Mit der Kopplung der Modelle RAUMIS, GROWA, DENUZ/WEKU und MONERIS ist es uns gelungen, einen Modellverbund zu schaffen, der geeignet ist, die Nährstoffsituation eines gesamten Flusseinzugsgebietes realitätsnah und differenziert – sowohl bezüglich großer Flächen als auch nach Eintragspfaden– abzubilden und notwendige Handlungen sowie entsprechende Handlungsoptionen zu analysieren. Wir haben dabei sichergestellt, dass die Modelle sich (bei verfügbarer Datengrundlage) relativ leicht auf andere Flusseinzugsgebiete übertragen lassen. Darüber hinaus ist der Modellverbund geeignet, die Maßnahmenprogramme der Einzugsgebiete analytisch zu begleiten.

In den vergangenen 15 Jahren konnten wir beobachten, wie  Nährstoffbilanzüberschüsse reduziert werden. Das wird sich nach den Modellrechnungen auch bis 2023 fortsetzen. Abhängig von den Verweilzeiten der Nährstoffe im Boden- und Grundwassersystem kann der Zeitpunkt messbarer Verbesserungen gleichwohl regional sehr unterschiedlich sein. In einer Projektion bis zum Jahr 2015 unter Status-quo-Bedingungen (Baseline) für die beiden untersuchten Nährstoffe Stickstoff und Phosphorwerden allerdings weder die Ziele für das Grundwasser noch für die Oberflächengewässer erreicht, wenn man verzögerte Wirkungen berücksichtigt.

Links und Downloads

AGRUM-Weser (FGG-Weser)

Thünen-Ansprechpartner


Beteiligte Thünen-Partner


Beteiligte externe Thünen-Partner


Geldgeber

  • Bundesland Hessen
    (national, öffentlich)
  • Bundesland Niedersachsen
    (national, öffentlich)
  • Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW)
    (national, öffentlich)
  • Bundesland Freistaat Thüringen
    (national, öffentlich)
  • Bundesland Sachsen-Anhalt
    (national, öffentlich)

Zeitraum

3.2013 - 9.2014

Weitere Projektdaten

Projekttyp:
Projektstatus: abgeschlossen

Publikationen zum Projekt

Anzahl der Datensätze: 2

  1. Heidecke C, Hirt U, Kreins P, Kuhr P, Kunkel R, Mahnkopf J, Schott M, Tetzlaff B, Venohr M, Wagner A, Wendland F (2015) Endbericht zum Forschungsprojekt "Entwicklung eines Instrumentes für ein flussgebietsweites Nährstoffmanagement in der Flussgebietseinheit Weser" AGRUM+-Weser. Braunschweig: Johann Heinrich von Thünen-Institut, 380 p, Thünen Rep 21, DOI:10.3220/REP_21_2015
    PDF Dokument (nicht barrierefrei) 9537 KB
  2. Heidecke C, Wagner A, Kreins P, Venohr M, Wendland F (2014) Options for meeting WFD targets beyond 2015 in a highly polluted river basin in Germany : poster paper prepared for presentation at the EAAE 2014 Congress "Agri-Food and Rural Innovations for Healthier Societies" ; August 26 to 29, 2014, Ljubljana, Slovenia. Ljubljana: EAAE, 6 p