Institut für

Ökologischen Landbau

Institutsleitung

stellvertretend für

(derzeit im Ausland)

Stellvertretende Institutsleitung

(Abwesenheitsvertretung)

Sekretariat

Annette Pontillo
Institut für Ökologischen Landbau

Trenthorst 32
23847 Westerau
Telefon: +49 4539 8880 0
ol@thuenen.de



 (c)

Forschen für den Ökologischen Landbau von morgen: umweltfreundlich, tiergerecht und effizient

Die Forschung des Thünen-Instituts für Ökologischen Landbau befasst sich mit dem Schwerpunkt „Systeme mit Tierhaltung im Ökolandbau“. Entwickelte Lösungen sollen dem Spagat zwischen

  • gesellschaftlichen Erwartungen (Umweltschutz, Tierwohl, Tiergesundheit),
  • nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit (Ressourceneffizienz, Wirtschaftlichkeit) und
  • hohen Produktqualitäten (Inhaltsstoffe)   gerecht werden.

Wir entwickeln vor allem Systeme der ökologischen Tierhaltung weiter. Diese Systeme fokussieren sich auf die Milch- und die Fleischproduktion und beinhalten sowohl den Pflanzenbau (Ackerbau, Grünland, Biotope) als auch die Prozess- und Produktqualitäten. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in Politik, Praxis und Beratung zum Ökologischen Landbau ein.

Wir entwickeln Technologien, um die Effizienz ökologischen Wirtschaftens zu optimieren, nicht um nur Betriebsergebnisse zu maximieren. Das tun wir unter der Prämisse, nicht nur die geltenden Mindeststandards einzuhalten, sondern den Zielen des Ökolandbaus näher zu kommen. Mit unseren Lösungen wollen wir die übergeordneten Prinzipien des Ökolandbaus mit Leben füllen und helfen, sie aus wissenschaftlicher Sicht weiterzuentwickeln.

Die Forschung des Thünen-Instituts für Ökologischen Landbau erfolgt interdisziplinär und systemorientiert und beruht auf experimenteller Basis. Ziel sind verfahrenstechnologische Optimierungen und Innovationen aus der Sicht der Primärproduktion. Die Forschung erfolgt on-station auf dem Versuchsbetrieb in Trenthorst und on-farm auf Praxisbetrieben in Deutschland.

  • Auf dem Versuchsbetrieb werden On-Station unter standardisierten Bedingungen Exaktversuche durchgeführt. Die Ausstattung des Versuchsbetriebs ermöglicht Untersuchungen entlang der Prozesskette Futterproduktion über das Tier bis zum Endprodukt und damit die Abbildung landwirtschaftlicher Produktionssysteme. Landschaftselemente sind Teil dieser Systeme (Gewässer, Knicks, Wald, Feldrandbiotope).
  • In der On-Farm-Forschung werden reale Situationen des Ökolandbaus wahrgenommen, Entwicklungshemmnisse erkannt und Lösungsvorschläge anwendungsfähig wissenschaftlich erarbeitet. Damit soll vor allem eine Verbindung zwischen On-station-Ergebnissen als auch internationalen  Erkenntnisgewinnen (vor allem aus der EU) für die Praxis des Ökolandbaus in Deutschland nutzbar gemacht werden.

Die Forschung beinhaltet auch die Entwicklung von Indikatoren und Methoden des Wissenstransfers, insbesondere durch On-Farm-Versuche als auch der Entwicklung und Bewertung neuer Beratungskonzepte und Kommunikationsstrategien.

Arbeitsbereiche

 (©  Solveig March)
Systeme der Rinderhaltung
Die Rinderhaltung ist im Ökologischen Landbau von großer Bedeutung. Rinder eignen sich als Wiederkäuer hervorragend zur Nutzung von für den Menschen nicht verwertbarer Biomasse und erzeugen daraus hochwertige Nahrungsmittel.
 (©  Ralf Bussemas)
Systeme der Schweinehaltung
Die Konsumenten ökologisch erzeugter Produkte erwarten beim Kauf von tierischen Produkten vor allem, dass diese umweltfreundlich und tiergerecht erzeugt wurden. Dies gilt auch für Schweinefleisch, das darüber hinaus die (eher diffus vorliegenden) Verbrauchererwartungen an gutes Schweinefleisch hinsichtlich Aussehen, Geruch und Geschmack erfüllen soll.
 (©  Thünen-Institut/OL)
Systeme anderer Tierarten
Mit Fokus auf bestimmte Fragestellungen beschäftigen wir uns ebenfalls mit weiteren Nutztierarten. Eine Vielzahl von Unter-suchungen bezog sich auf die Haltung kleiner Wiederkäuer; in Zukunft wird die Optimierung der Geflügelhaltung im Ökologischen Landbau ein weiterer Forschungsschwerpunkt sein.
 (©  BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan)
Systemelemente
Die Entwicklung der Systeme erfordert auch die Entwicklung und Bewertung der einzelnen Teilsysteme, zum Beispiel des Ackerbau und Grünlandwirtschaft oder die Auswirkungen auf die Umwelt, Biodiversität oder Landschaft. Auch die Integration von neuen Systemelementen wie die Geflügelhaltung in bestimmte Kulturen oder Kurzumtriebsplantagen in die Fruchtfolge sind dabei von Interesse.

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